Hearthstone für Android im Let's play: In die Karten geschaut

Seit Mitte Dezember steht Blizzards kostenloses Online-Sammelkarten-Spektakel Hearthstone: Heroes of Warcraft auch im Play Store und damit für Android-Geräte bereit. Wir haben den optisch wie spielerisch hochwertigen Titel auf einer Sonderedition des Shield Tablet von Nvidia ausprobiert und geprüft, ob die Portierung auf Googles mobiles OS geglückt ist.

Das Gute: Knuddelgrafik und Cloud-Sync

Dafür, dass Hearthstone zunächst einmal kostenlos ist, bietet der Titel auch auf dem Tablet eine Menge Qualität: Die Spielmechanik ist unverändert gut und entspricht 1:1 den etablierten Versionen für PC und Mac, die Grafik ist auf dem gleichen hohen Niveau und gefällt mit stimmigem Design und schicken 3D-Animationen.

Auch gut: Habt Ihr Hearthstone bereits über einen Battlenet-Account auf einer anderen Plattform gespielt, werden auch unter Android Eure Einstellungen und Fortschritte übernommen und fortan über die Blizzard-Server synchronisiert. Ihr könnt also ab sofort fröhlich zwischen PC oder Tablet hin- und herwechseln und allerorts an Eurer Spielerkarriere arbeiten.

Das Spielprinzip bietet sich ohnehin für eine Bedienung per Touch an, und so geht das Auslegen der Karten und das Anvisieren von Dienern und gegnerischen Spielern buchstäblich ganz intuitiv von der Hand. Zwar kommt Hearthstone mit den gefürchteten In-App-Einkäufen daher, die gibt es aber eben auch in der PC- oder Mac-Version. Glücklicherweise ist die Ausgabe von Echtgeld zunächst überhaupt nicht nötig. Zu einem späteren Zeitpunkt könnt Ihr dann ganz in Ruhe erwägen, ob Ihr bereit seid, für bessere Decks oder Add-Ons wertvolle Euros zu investieren. Das hat dann aber eher sportlichen Charakter und nicht den einer Abzocke, wie bei manch anderem Titel.

Das Schlechte: winzige Menüs und Ruckler

Auf der Kehrseite der Hearthstone-Medaille wirkt die Android-Portierung an manchen Stellen ein wenig lieblos: Menüs und Buttons sind zum Teil viel zu klein geraten, fast alle Schriften in Auswahlmenüs sind ebenfalls winzig und sehr eng gestellt — das ist wenig fingerfreundlich. Und dass so ein grafisch zwar nett anzusehender aber keineswegs bombastischer Titel oft genug durch Lags und Ruckler auffällt, dürfte — zumal auf dem potenten Shield Tablet — eigentlich nicht sein. Hier ist jede Menge Raum zur Verbesserung mit zukünftigen App-Updates.

In der Natur des auf Online fokussierten Spielprinzips liegt freilich der Zwang zu einer bestehenden Verbindung mit dem Internet — dennoch, vielleicht könnten die Entwickler speziell den mobilen Versionen des Titels ja doch noch einen Offline-Modus spendieren, in dem wir zum Beispiel gegen die KI ein paar Trainingsmatches bestreiten, wenigstens aber unser Kartendeck anpassen dürfen. Aktuell bleibt die Herdplatte ohne Netz nämlich leider kalt.

Und noch einen Wunsch hätte ich an das Blizzard-Mobile-Team: Spendiert der App doch bitte einen "Beenden"-Button; immer über Home oder Multitasking auszusteigen ist doch recht improvisiert!

Die im Video gezeigten Aufkleber zur...nun ja..."Verschönerung" des Shield Tablets und auch anderer Geräte bekommt Ihr übrigens bei skinzone.


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