Vorsicht: Android-Bug lässt Apps Abzock-Nummern anrufen

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Android Jelly Bean hat mit einer Sicherheitslücke zu kämpfen
Android Jelly Bean hat mit einer Sicherheitslücke zu kämpfen(© 2014 CC: Flickr/Pulpolux !!!)

Das Berliner Sicherheitsunternehmen Curesec hat offenbar einen Bug in Android ausfindig gemacht, der Nutzern teuer zu stehen kommen könnte. Betroffen seien laut Computerworld alle Versionen von 4.1.x bis 4.4.3, behoben sei der Bug erst mit 4.4.4 KitKat. Das allerdings ist bisher nur auf den wenigsten Geräten mitinstalliert. Die Sicherheitslücke erlaube es Apps beispielsweise, selbst Anrufe zu unterdrücken oder auch abzusetzen.

Statistiken von Google zufolge sind demnach knapp 60 Prozent aller Android-Geräte betroffen. Apps können den Bug ausnutzen, um sich zusätzliche Berechtigungen zu geben und auf diesem Wege in Eigenregie über die Telefonfunktion Nummern anzurufen. Zudem lässt sich so USSD-Code ausführen, der weitere unangenehme Folgen haben kann. "Die Liste der [...] Codes ist lang und es gibt einige sehr mächtige darunter, etwa um den Fluss von Telefonanrufen umzulenken (Forwarding), die SIM-Karte zu blocken, oder um die Anrufanonymisierung ein- und auszuschalten", erläutert ein Blogpost der Firma die Gefahren.

Böswillige Apps könnten sich tarnen

Sollte eine App versuchen, eine kostenpflichtige Abzock-Nummer anzurufen, wäre dies in der Regel zwar für den Nutzer auf dem Schirm sichtbar, doch gibt es Mittel, um derlei Vorgänge zu verschleiern, erklärt Curesec-CEO Marco Lux in einer E-Mail an Computerworld: Ein App könne beispielsweise nur nachts aktiv werden, während der Nutzer schläft oder es mit einem Overlay in Form eines Spiels überdecken. Eine offizielle Stellungnahme von Google liegt noch nicht vor.


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