Wie Kinect: Apple-Patent zeigt berührungslose Tastatur

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Könnte Apples nächste große Überraschung mit Gestensteuerung zusammenhängen?
Könnte Apples nächste große Überraschung mit Gestensteuerung zusammenhängen?(© 2015 CC: Flickr/Eric Konon)

Apple hat ein neues Patent zugesprochen bekommen, das eine spannende Vorrichtung zur Steuerung von Computersystemen zeigt. Entwickelt hat das Unternehmen aus Cupertino die im Antrag beschriebene Technologie zwar nicht selbst, doch können wir uns gut vorstellen, welche Apple-Geräte von einer per Gesten bedienbaren Tastatur profitieren können.

Bereits Ende 2013 übernahm Apple das Unternehmen PrimeSense, das sich mit Bewegungserkennung im dreidimensionalen Raum beschäftigt. Die Firma, die aus Israel stammt, war bis dahin vor allem für die Arbeit an Microsofts Kinect-Kamera bekannt, deren Technik auch stark an das Patent erinnert, das nun Apple zugesprochen wurde. Dieses beschreibt ein Sensor-System, das Gesten des Nutzers erkennt und in Befehle übersetzt, die sonst über eine physische Tastatur eingegeben würden.

Praktische Ergänzung für ein Tablet oder Apple TV?

Während das Kinect-System der MIcrosoft-Spielkonsolen Xbox 360 und Xbox One aktuell noch nicht in der Lage ist, so präzise Fingerbewegungen wie die auf einer Tastatur zu erkennen, soll genau das die Idee hinter dem neuen Patent sein, über das sich Apple nun freuen kann: Der Titel des Antrags lautet passenderweise "Virtuelle Tastatur für ein berührungsloses dreidimensionales Nutzerinterface" und der Inhalt beschreibt eine Sensorik, die die Fingerbewegungen des Nutzers erkennt und sie in Befehle verwandelt.

Nützlich könnte dies immer dann sein, wenn die Verwendung einer gewöhnlichen Tastatur unpraktisch ist. Ein leistungsfähiges Tablet wie das erwartete iPad Pro beispielsweise könnte auf einem Tisch aufgestellt die Fingerbewegungen vor sich erkennen, so dass der Nutzer einfach in der Luft oder auf dem Tisch tippen kann wie auf einer echten Tastatur. Auch bei der Bedienung von Apples Set-Top-Box Apple TV wäre die Sensorik hilfreich, weil zum Beispiel für die schnelle Suche nach bestimmten Filmtiteln vom Sofa aus keine zusätzlichen Geräte mehr nötig wären. Wie immer gilt natürlich auch bei diesem Patent, dass die beschriebene Technologie am Ende längst nicht auch in irgendein Produkt einfließen muss. Da Apple für PrimeSense aber immerhin über 300 Millionen US-Dollar bezahlt haben soll und Intel mit seiner RealSense-Technologie bereits eine ganz ähnliche Richtung eingeschlagen hat, könnten wir uns durchaus vorstellen, dass in diesem Bereich noch spannende Enthüllungen auf uns warten.


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