Wie Snapchat: Facebook testet selbstzerstörende Messenger-Nachrichten

Im Facebook Messenger könnten vielleicht bald alle Nutzer Nachrichten mit einem Verfallszeitpunkt belegen
Im Facebook Messenger könnten vielleicht bald alle Nutzer Nachrichten mit einem Verfallszeitpunkt belegen(© 2015 Facebook)

Facebook folgt Snapchat: Bislang lassen sich Nachrichten im Facebook Messenger nachträglich weder editieren noch löschen. Beim erfolgreichen Chatprogramm Snapchat konnten dagegen Inhalte von Anfang an mit einem Verfallszeitpunkt belegt werden. Nun will Facebook diese Funktion womöglich seinen Nutzern nachreichen.

In Frankreich testet Facebook bereits in seinem Messenger ein entsprechendes Feature, mit dem Nutzer Nachrichten versenden können, die sich selbstständig löschen, wie Buzzfeed berichtet. Eine mithilfe dieser Funktion im Facebook Messenger gesendete Nachricht bleibt eine Stunde nachdem sie gesendet wurde für den Empfänger sichtbar und verschwindet dann.

So sieht der Chatverlauf aus, nachdem sich Nachrichten gelöscht haben(© 2015 Facebook)

Nachrichten zerstören sich nach einer Stunde selbsttätig

Ein kleines Sanduhr-Symbol in der rechten oberen Ecke der Facebook Messenger-App zeigt Nutzern aus Frankreich an, dass die Funktion zur Verfügung steht. Wer darauf tippt, versendet ab sofort nur noch Meldungen, die sich nach einer Stunde selbst löschen. Ob diese Nachrichten dann wirklich physisch entfernt werden oder immer noch in der Ordnerstruktur des Gerätes auffindbar sind, ist nicht bekannt.

Noch hat der Nutzer außerdem keine Möglichkeit, die Nachrichten im Nachhinein zu editieren oder einen beliebigen Verfallszeitpunkt selbst festzulegen. Beim Messenger-Konkurrenten Snapchat können Nutzer in einem gewissen Rahmen selbst festlegen, wie lange die Inhalte sichtbar bleiben, nachdem sie vom Empfänger gelesen wurden. Doch vielleicht erweitert Facebook den Funktionsumfang dieses Features bis zum möglichen weltweiten Release noch. Bislang hat Facebook allerdings nicht verlauten lassen, wann und ob dieses Feature für alle anderen Nutzer außerhalb Frankreichs verfügbar sein wird.


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