Acer Liquid Zest Plus im Test: der preiswerte Akku-Riese

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Acer Liquid Zest Plus: ein großer Akku als Kaufargument
Acer Liquid Zest Plus: ein großer Akku als Kaufargument(© 2016 CURVED)

Das Liquid Zest Plus überzeugt im Test mit einem Riesen-Akku. Ob es für unter 200 Euro auch anderswo punkten kann, lest Ihr hier.

Der Star des Liquid Zest Plus ist die Batterie mit einer Kapazität von 5000 mAh. Laut Acer hält das Smartphone damit bis zu drei Tage durch. Ganz so lange habe ich es aber nicht geschafft. Aber mit einem Nutzungsverhalten, bei dem ich jedes Smartphone mit einer herkömmlichen Akkukapazität nach einen Tag wieder aufladen muss, hat das Zest problemlos zwei Tage durchgehalten. Der ohnehin große Akku lässt sich dann auch zügig per Schnellladefunktion wieder aufladen. Eine Stunde an der Steckdose soll für einen Tag ausreichen. Weiterer Bonus des großen Akkus: Ihr könnt mit dem Liquid Zest Plus sogar andere Smartphones aufladen.

5,5 Zoll, Android Marshmallow und 13 Megapixel

Neben einem großen Akku wartet das Acer Liquid Zest Plus mit einem 5,5 Zoll großem Display auf, das aber nur über eine HD-Auflösung verfügt. Das ist mittlerweile für diese Display-Größe zu wenig. Eine Full-HD-Auflösung sollte es mindestens sein. Unter der Haube arbeiten der Mediatek 6735, dessen vier Rechenkerne mit jeweils 1,3 Gigahertz getaktet sind, und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Zusammen erreichen sie in Benchmarks keine Topwerte, sorgen aber für einen flüssigen Betrieb von Android 6.0 Marshmallow. Auch in Bezug auf die Leistung anspruchsvolle Apps, wie das Rennspiel Asphalt 8, flüssig laufen bei höchster Grafikqualität.

Der interne Speicher liegt mit 16 Gigabyte an der Untergrenze des heutigen Standards. 9,5 Gigabyte sind davon beim ersten Einschalten noch frei. An sich weder ein besonders gutes, noch ein besonders schlechtes Verhältnis. Trotzdem fallen die zahlreichen vorinstallierten Apps negativ auf.

Die Kameras des Acer Liquid Zest Plus liefern Fotos mit 13 (Rückseite) und fünf Megapixeln (Front) Auflösung. Sowohl die Rück- als auf die Frontkamera erreichen dabei eine solide durchschnittliche Bildqualität. Für Schnappschüsse unter guten Lichtbedingungen eignet sich die Kamera. Aber sobald zu viel (Sonnen-)Licht oder zu wenig Helligkeit im Spiel sind, geraten sie schnell an ihre Grenzen. Für meinen Geschmack dürften die Farben noch kräftiger sein und stimmen zudem nicht komplett mit meiner Wahrnehmung überein.

Flip Cover: Schutz mit Lücke zum Bedienen

Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 24,99 Euro könnt Ihr Euch ein Flip Cover für das Liquid Zest Plus kaufen. Es ist fest mit der Rückseite verbunden, die Ihr gegen die ursprüngliche des Smartphones austauscht, und hat auf der Vorderseite eine längliche Aussparung. Diese nutzt das Zest Plus, um Euch den Akkustand oder das aktuelle Wetter anzuzeigen. Außerdem könnt Ihr, ohne das Flip Cover zu öffnen, die Taschenlampen-Funktion ein- und ausschalten, Fotos oder Tonaufnahmen anfertigen sowie den Flugmodus aktivieren, das Smartphone lautlos stellen und die automatische Bildschirmdrehung aktivieren bzw. deaktivieren.

Fazit

Der große Akku ist das Hauptargument, sich das 199 Euro teure Acer Liquid Zest Plus anzuschaffen. Denn das Display ist unterdurchschnittlich, die Mittelklasse-Hardware findet sich auch in vielen anderen Geräten, die Kameras liefern eine durchschnittliche Bildqualität. Außerdem sind zu viele Apps vorinstalliert, die unnötig Speicher verbrauchen. Wer dennoch unbedingt ein Smartphone mit Riesenakku braucht: Das Ulefone Power bietet für weniger Geld eine fast identische Ausstattung und verfügt über einen noch größeren Akku.


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