Anki Overdrive Fast & Furious im Test: mit Hobbs und Dom auf der Rennpiste

"Anki Overdrive Fast & Furious" bringt zwei Autos aus der Filmreihe auf die smarte Rennstrecke. Welche Unterschiede es zum klassischen Anki Overdrive gibt und wie viel Spaß die neuen Spielmodi machen, haben wir ausprobiert.

Statt jahrelang Gewichte zu stemmen, kann man mit "Anki Overdrive Fast & Furious" auch spielerisch in die Rollen von Vin Diesel und Dwayne "The Rock" Johnson schlüpfen. Zumindest sind die zwei neuen Supercars den Autos ihrer Film-Charaktere nachempfunden: der Ice Charger von Dominic „Dom“ Toretto (Diesel) und der MXT von Luke Hobbs (Johnson). Beide verfügen über eine eigene neue Waffe: Ein Raketenwerfer beim MXT und ein Grappling Hook, eine Harpune, beim Ice Charger.

Vier Charaktere aus Fast & Furious mit Originalstimmen

Für die "Fast & Furious"-Edition bringt Anki eine eigene App heraus. In dieser begegnen Euch mit Letty und Tey noch zwei weitere Charaktere aus den Filmen als Computer-Gegner. Als neuen Spielmodi enthält die App eine Einzelspieler-Kampagne mit mehren Kapiteln. Bei den Rennen kommt es nicht nur darauf an, den Gegner in den verschiedenen Rennmodi zu besiegen, sondern auch die jeweils vorgegeben Strecke zu bauen. Mit jedem Rennen verdient man virtuelles Geld und sammelt Punkte, um sein Auto in eine neue Klasse aufzusteigen zu lassen. Mit dem Geld lassen sich Waffen und andere Gimmicks kaufen. Mit jeder neuen Stufe wächst die Auswahl und die Autos haben immer mehr Platz für Gadgets. Die Supertrucks lassen sich in der neuen App übrigens weiterhin als Renngefährte auswählen.

Die vier Film-Charaktere bringen ihre Original-Stimmen von der Kino-Leinwand mit. Allerdings reicht es nur zu Floskeln in der Einzelspieler-Kampagne und während der Rennen. Dort wirken sie beliebig ausgewählt und gingen mir sehr schnell auf die Nerven – schon beim dritten Rennen.

Anki Overdrive Fast & Furious enthält neben den zwei neuen Supercars auch ein neues Streckenelement und neue Leitplanken für die Kurven. Die "Power Zone" ist ein gerades Streckenstück mit einem "Aktionsfeld". Fährt man mit seinem Supercar darüber, setzt es alle Autos in der Nähe kurz außer Gefecht. Die müssen dafür wirklich sehr nah beieinander sein. Für die Kurven gibt es neue Leitplanken, die sich anders als die alten aus Papier richtig fest machen lassen und die Supercars das ein oder andere Mal auf der Bahn halten. Gerät doch mal ein Fahrzeug von der Bahn ab, muss man es nicht zwangsläufig mit der Hand zurücksetzen. Supercars und Supertrucks finden zwar nicht immer, aber inzwischen häufiger und besser als noch zum Start von Anki Overdrive vor zwei Jahren auf die Strecke zurück.

Im Fast & Furious-Set ist auch ein neues Start-Ziel-Element enthalten. Bei unseren Rennen fiel den Supercars die Orientierung dennoch schwer. Die Start-Ziel-Linie war nur ein ungefährer Orientierungspunkt, und die Aufstellung alles andere als gleichwertig. Mit dem alten Start-Ziel-Bereich standen dagegen auch die neuen Supercars ordentlich an der Linie und in ihren Spuren.

Fazit: Wiederbelebung statt Neuerfindung

Anki erfindet mit den Fast & Furious Edition Overdrive nicht neu, verleiht dem Rennspiel aber wieder ein bisschen Auftrieb. Solo-Spieler können sich in die Einzelspieler-Kampagne stürzen. Beim Zocken mit Freunden gibt es neben den zwei neuen Autos noch die Power Zone als neues Element im Rennen.

Die zwei neuen Supercars und das neue Power-Zone-Streckenelement gibt es bisher nicht einzeln zu kaufen. Wollt Ihr den Ice Charger und den MXT haben, müsst Ihr zum "Fast & Furious"-Starter-Pack von Anki Overdrive greifen. Das ist mit 200 Euro teurer als die älteren Supercars, die es einzeln für 60 Euro gibt. Habt ihr bereits eine Overdrive-Rennstecke, erweitert Ihr diese mit dem zusätzlichen Starter Pack um insgesamt zehn Streckenelemente. Billig, so viel steht fest, ist der kurzweilige Rennspaß nicht


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