Cubot Cheetah 2 im Test: der lahmende Gepard

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Cubot Cheetah 2: der lahmende Gepard kann nicht überzeugen
Cubot Cheetah 2: der lahmende Gepard kann nicht überzeugen(© 2016 CURVED)

Full-HD-Display, Fingerabdrucksensor, 13-Megapixel-Kamera und Android Marshmallow: Das Cubot Cheetah 2 bringt neben einem Preis von unter 200 Euro viele gute Argumente mit. Doch am Ende muss es im Test als Gesamtpaket überzeugen.

Cubot Cheetah 2: Der Name lässt auf ein verdammt schnelles Smartphone hoffen. Doch es ist nicht nach dem schnellsten Landtier der Welt benannt, sondern nach einem großen chinesischen App-Entwickler namens Cheetah Mobile mit dem Cubot für das Smartphone eine Kooperation eingegangen ist. Mit dem MediaTek MT6753 kommt dann auch ein langsamer und vergleichsweise alter Chipsatz zum Einsatz. Der liefert mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher an seiner Seite keine überragenden Benchmark-Ergebnisse, ist in der Praxis aber nicht nur für den Alltag, sondern auch für Spiele wie Asphalt Xtreme schnell genug.

Abnehmbare Rückseite

Nach dem Blick ins Gehäuse noch ein Blick auf die Äußerlichkeiten: Vorne erwartet Euch ein 5,5 Zoll großes Display mit Full-HD-Auflösung, das man sich lange und gerne anschauen kann. Der Metallrahmen sorgt für einen hochwertigen Look und die Rückseite aus Kunststoff ist so gemustert, dass sie auf den ersten Blick wie Metall aussieht. Inzwischen eine Seltenheit: Ihr könnt die Rückseite abnehmen. Der 3000-mAh-Akku ist zwar fest verbaut und lässt sich nicht austauschen, aber Ihr könnt zwei SIM- und eine microSD-Karte einlegen.

Auf dem Cubot Cheetah 2 findet Ihr Android Marshmallow quasi in der Reinform vor. Nicht einmal die "Clean Master"-App von Kooperationspartner Cheetah Mobile findet sich auf dem Smartphone. Die Standard-Nutzeroberfläche finde ich persönlich etwas langweilig und angestaubt, aber da schaffen Launcher Abhilfe und der Mangel an überflüssigen, vorinstallierten Apps sorgt für gute Laune und freien Speicherplatz. Insgesamt verfügt das Cheetah 2 über 32 Gigabyte internen Speicher.

Kamera vs. USB-C und Fingerabdrucksensor

Die Kamera des Cubot Cheetah 2 liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixel, vor denen man aber so schnell wie vor einer hungriger Raubkatze weglaufen will. Farblich sind sie zwar noch, solange es hell genug ist, in Ordnung, aber mit den Details nimmt es die Kamera nicht so genau. Dadurch wirken die Bilder oft unscharf. Und auch die Frontkamera mit einer Auflösung von fünf Megapixel schafft es nicht die Bildqualität durch gute Selfies zu steigern.

Mit einem schnell und zuverlässig arbeitenden Fingerabdrucksensor in der Home-Taste sowie einem USB-C-Anschluss, über den Ihr den 3000-mAh-Akku täglich aufladet, zeigt sich das Cubot Cheetah 2 an weiteren Stellen als dem Display gut ausgerüstet. Das reicht aber nicht, um mich zu überzeugen.

Fazit: Cubot muss noch viel verbessern

Ihr seid auf der Suche nach einem günstigen, aber guten Smartphone? Dann solltet Ihr um das Cubot Cheetah 2 einen Bogen machen. Das kostet zwar nur rund 130 Euro, aber das Beste ist noch sein Display. Die Hardware mag zwar für viele Dinge ausreichen, ist aber keine Investition in die Zukunft. Da helfen auch Fingerabdrucksensor und USB-C-Anschluss nicht weiter. Die reine Android-Installation ist zwar löblich, aber für richtige gute Fotos würde ich im Tausch sogar lieber etwas Bloatware in Kauf nehmen.

Bei anderen chinesischen Herstellern wird man aber fündig, wenn man ein günstiges Smartphone sucht. Mein Tipp für ganz wenig Geld ist das Vernee Thor, das man mit Glück schon für rund 100 Euro bekommt – regulärer Preis: ca. 130 Euro. Für etwa 180 Euro hat mich das Xiaomi Redmi 4 Prime überzeugt.

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