Cubot Manito im Test: So viel Smartphone bekommt Ihr für 100 Euro

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Das Cubot Manito kostet nur 99 Euro.
Das Cubot Manito kostet nur 99 Euro.(© 2016 CURVED)

Smartphones chinesischer Hersteller haben oft ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich bin gespannt, was das Cubot Manito für 99 Euro zu bieten hat.

Der Markenname Cubot prangt schon länger auf Smartphones und trotz einer deutschen Webseite erfährt der chinesische Hersteller in Deutschland noch nicht so viel Aufmerksamkeit wie zum Beispiel Xiaomi. Mit dem Cubot Manito hat jetzt erstmals ein Gerät der Firma den Weg in die Redaktion gefunden. Ein Einsteiger-Gerät für wenig Geld, das vom Xiaomi Mi5s weit entfernt ist – was mit ein Grund für die Unbekanntheit des Namens sein dürfte, aber nicht gegen einen Test spricht.

Klobig und langsam

Das Cubot Manito wirkt mit seinem Metallrahmen und der abnehmbaren Rückseite aus Kunststoff nicht besonders filigran oder elegant, sondern liegt schon fast klobig in der Hand. Es ist aber mit 8,95 Millimetern gar nicht so dick. Die Verarbeitung ist so ordentlich, wie sie bei einem Smartphone mit abnehmbarer Rückseite sein kann. Bei einem Unibody-Gehäuse können sich die Designer noch mehr austoben.

Beim Blick auf den fünf Zoll großen Touchscreen des Cubot Manito wird man ebenfalls daran erinnert, dass es sich um ein günstiges Smartphone handelt. So erwartet Euch nur eine HD-Auflösung, was zwar ausreichend, aber auch nicht so scharf wie ein Full-HD-Display ist. Die Farben sind OK, aber der Bildschirm ist insgesamt vergleichsweise dunkel und dabei so blickwinkelstabil wie viele andere Smartphones.

Unter der Haube warten zwar drei Gigabyte Arbeitsspeicher, aber mit dem Mediatek MT6737 nur ein vergleichsweise schwacher Chipsatz. Er ist mit vier Rechenkernen, die jeweils mit 1,3 Gigahertz getaktet sind, ausgestattet und hat Zugriff auf den Mali T720-Grafikchip. Das reicht für Android und die Nutzeroberfläche sowie die meisten Apps aus. Mitunter sind nicht nur bei Spielen wie Asphalt 8 die Ladezeiten etwas länger. Das Autorennen lässt sich trotzdem in bester Grafikqualität spielen, auch wenn es nicht ganz flüssig wirkt.

Der interne Speicher ist 16 Gigabyte groß und lässt sich, falls Euch die elf Gigabyte, die beim Einschalten des Cubot Manito noch frei sind, nicht ausreichen, mit einer microSD-Karte erweitern. Darüber hinaus verfügt das Smartphone über zwei Steckplätze für SIM-Karten. Der 2350-Milliamperestunden-Akku hält den typischen Tag durch und lässt sich ohne Werkzeuge austauschen – was inzwischen selten geworden ist.

Schlanke Software und verwaschene Bilder

Cubot installiert auf dem Manito Android 6.0 Marshmallow und verzichtet auf eine eigene Nutzeroberfläche und vorinstallierte Bloatware. Das ist einerseits positiv, aber wenn man als Tester viele Smartphones in der Hand hält auf Dauer auch langweilig. Objektiver kritisch lässt sich festhalten, dass zum Beispiel die Standard-Kamera-App wenig Einstellungen bietet – aber da gibt es im Play Store ja Alternativen.

Apropos Kamera. Die stammt von Samsung und liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixel, die aber selbst bei Tageslicht nicht überzeugen können. Die Farben wirken blass, die Kontraste schwach und die Detailgenauigkeit lässt auch zu wünschen übrig. Insgesamt wirken die Aufnahmen verwaschen. Das wird bei weniger Licht, etwa Zimmerbeleuchtung, nicht besser und gilt auch für die Frontkamera mit einer Auflösung von fünf Megapixel.

Fazit: Günstig sein alleine reicht nicht

Das Cubot Manito ist zwar günstig, aber auch wenn man den niedrigen Preis mit einbezieht, kann das Smartphone nicht überzeugen. Zwar kann man für rund 100 Euro keine großen Ansprüche stellen, aber vor allem die Kamera dürfte vielen die Freude an dem Smartphone verleiden. Mit der geringen Auflösung und der langsameren Hardware könnte man dagegen noch leben. Wer wenig Geld für ein Smartphone ausgeben will, sollte stattdessen weiterhin einen Blick auf das Vernee Thor werfen.

Cubot selber vertreibt seine Geräte noch nicht direkt in Deutschland, sondern verweist auf Importshops wie Gearbest, bei dem das Manito derzeit 99 Euro kostet.


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