Fitbit Flex 2 im Test: Der flexible (fast) Alleskönner

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Der Flex 2 ist der erste wasserdichte Fitnesstracker von Fitbit
Der Flex 2 ist der erste wasserdichte Fitnesstracker von Fitbit(© 2016 CURVED)

Ein wasserdichter Fitnesstracker, der Sportarten automatisch erkennt und sich am Abend passend zum schicken Outfit in ein Accessoire stecken lässt – das ist das Konzept vom Fitbit Flex 2. Wir machen den Test.

Fitnesstracker sind als Armbänder schon länger auf dem Markt angekommen. Beim Fitbit Flex 2 gibt es jetzt auch die Möglichkeit den Tracker vom sportlichen Armband in ein schickeres Modell oder sogar in eine Halskette zu stecken, um zu jeder Gelegenheit unsere Schritte aufzuzeichnen.

Beim Fitbit Flex 2 finden wir fünf LEDs, die uns den Fortschritt unseres Tages anzeigen. Je mehr Lämpchen leuchten, desto näher sind wir unserem Ziel 10.000 Schritte am Tag zu laufen. Haben wir es erreicht, vibriert der Tracker. Außerdem vibriert er zehn Minuten vor Ablauf der vollen Stunde, sofern wir in dieser noch keine 250 Schritte gegangen sind. Auch werden wir bei eingehenden SMS und Anrufen benachrichtigt. Ein Pulsmesser ist hier allerdings nicht mit an Bord.

Wie genau ist der Tracker?

Für den Genauigkeitstest sind wir zehn Mal 100 Schritte gegangen und haben die Zwischenergebnisse notiert. Bei diesen 1.000 Schritten bin ich laut Flex 2 nur 986 gegangen. Das entspricht einer Abweichung von 1,4 Prozent. Hochgerechnet auf die empfohlenen 10.000 Schritte am Tag sind das 140, die nicht gezählt werden. Das liegt noch im verschmerzbaren Bereich.

Das Erkennen der Sportarten hat sehr gut funktioniert. In der App könnt Ihr einstellen, ab wie vielen Minuten Bewegung die Aktivität aufgezeichnet werden soll. Längere Wege werden als Spaziergang erkannt und bewegt Ihr Euch lange genug im Wasser, wird die Bewegung als Schwimmen gespeichert.

Ein Überblick über die verschiedenen Trainingsarten, die beim Workout mit dem Fitbit Flex 2 erkannt werden.(© 2016 CURVED)

Schicke Accessoires

Die alternativen Armreifen und Ketten in Silber, Gold und Roségold sehen schick aus. Gut, das ist Geschmacksache, aber bei einem Cocktailkleid macht das metallische Gerüst um den Tracker auf jeden Fall eine bessere Figur als das sportliche, typische Fitnessarmband.

Ärgerlich fanden wir, dass die preisintensiven Accessoires dann doch schnell kaputt gegangen sind. Das roségoldene Armband fiel einfach beim Sitzen am Schreibtisch vom Arm, da sich der winzige Stift aus dem Gelenk durch das häufige Wechseln des Trackers gelöst hat. Übrig blieben zwei Teile des Armbands.

App mit vielen Funktionen

Alle Fitbit-Tracker und Uhren benutzen dieselbe App. Neben Schritten, zurückgelegter Strecke und verbrannten Kalorien, zeigt der Übersichtsbildschirm auch an wie viele Stunden am Tag wir mehr als 250 Schritte gelaufen sind und wie viele aktive Minuten wir gesammelt haben. Möglichkeiten, den Gewichtsverlauf zu verfolgen gibt es ebenso wie das Schlaftracking. Ihr könnt auch festhalten, wenn Ihr ein Glas Wasser getrunken habt.

Spaßig sind die Wettkämpfe, die Ihr mit Freunden veranstalten könnt. Dazu zählt zum Beispiel ein Wochenendwettlauf, bei dem Ihr Samstag und Sonntag möglichst viele Schritte zurücklegen müsst, um im Vergleich gegen Eure Freunde zu gewinnen. Es gibt auch "Abenteuer", die man an einem Tag allein erleben kann. Stellt Ihr zum Beispiel den "New York Marathon" ein, könnt Ihr an einigen Punkten schöne Panorama-Fotos aus der Stadt, die niemals schläft, entdecken. Dafür müsst Ihr dieselbe Strecke zurücklegen, die man in New York gebraucht hätte. An einem Tag müsst Ihr das aber nicht schaffen.

Stellt Ihr "New York Marathon" in der Fitbit App ein, könnt Ihr Eindrücke aus der Stadt, die niemals schläft, sammeln.(© 2016 CURVED)

Doch bei Fitbit gibt es derzeit einen sehr großen Nachteil: Um die App nutzen zu können, müsst Ihr Euren Standort mit dem amerikanischen Unternehmen teilen. Technisch gibt es dafür eigentlich keinen Zwang, da die Daten per Bluetooth synchronisiert werden. Warum hat sich Fitbit dafür entschieden? Unsere Anfrage ist raus, wir warten noch auf eine Antwort.

Preise

Den Fitnesstracker Fitbit Flex 2 bekommt Ihr in Schwarz, Flieder, Magenta oder in Blau für 99,95 Euro. Zwei Größen des Armbandes und der Verschluss sind dabei inklusive. Die klassischen Sportarmbänder zum Wechseln gibt es außerdem im Dreierpack Sport (Gelb, Grau, Marineblau) oder Pink (Magenta, Flieder, Rosa) für 39,95 Euro. Die Kette kostet in Silber 79,95 Euro und in Gold 99,95 Euro. Die Armreifen liegen bei 89,95 Euro (Silber) und 99,95 Euro (Gold oder Roségold).

Fazit: sehr guter Allrounder

Der Akku hielt im Test zwischen vier und fünf Tagen. Allerdings braucht Ihr auch für diesen Fitbit-Tracker ein spezielles Ladekabel. Insgesamt war ich sehr zufrieden und das dünne Fitbit Flex 2 wurde zu meinem täglichen Begleiter. Oft habe ich die Armbänder gegen Armreifen getauscht, weil ich sie persönlich sehr schick finde. Dafür, dass der Tracker wasserdicht ist und auch mein Schwimmtraining aufzeichnet, gibt es Pluspunkte. Leider vermisse ich immer noch eine Möglichkeit, andere Yoga-Arten als Ashtanga einzutragen.


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