Logi Circle im Test: Smart-Home-Cam (nicht nur) für besorgte Katzenväter

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Die Logi Circle
Die Logi Circle(© 2016 CURVED)

Smart Home. Tausendmal gehört, tausendmal ist nix passiert. Smart Home bedeutet aber auch: das eigene Heim sicherer machen. Logitech bietet mit der Logi Circle eine smarte Kamera für das Zuhause an. Katzentauglich ist sie allemal, wie unser Test bestätigt.

Einfach ist die Installation schon einmal: Kamera aufstellen, langes Kabel entsprechend verstecken und die Cam an den Strom anschließen, App installieren, beide Geräte paaren, fertig. So dauert die Einrichtung keine zwei Minuten.

Über den Ladering, auf dem die Circle sitzt, wird das Gerät mit Strom versorgt. Wollt Ihr einen anderen Raum überwachen, ohne alles umzustecken, kommt die Smart-Cam bis zu zwölf Stunden im Akkubetrieb aus. Ist die Kamera entsprechend positioniert, nimmt sie ein sehr großes Areal auf. Das ermöglicht ein 135°-Weitwinkelobjektiv. In der Praxis bedeutet das: Ihr müsst die Kamera nicht in die Ecke klemmen, um möglichst viel vom Raum abzudecken. Bei mir stand die Circle im Test etwa mittig auf der Fensterbank. Das reichte aus, um das Wohn- und sogar noch das Esszimmer einzufangen.

Ist es einmal dunkel, schaltet die Cam auf Infrarotsicht um und erhellt so Bereiche, die bis zu 4,5 Meter weit entfernt sind. Das funktionierte im Test außerordentlich gut. So ließen sich über die App selbst im stockdunklen Raum noch Details gut erkennen.

App schickt Benachrichtigungen bei Aktivität, ohne zu spammen

Das eigentliche Killerfeature ist aber das eingebaute Headset: Das Mikrofon ist derart sensibel, dass ich über die App sogar hören konnte, wenn sich in der Wohnungstür, die rund zehn Meter und zwei Räume entfernt stand, der Schlüssel im Schloss drehte. Passiert etwas Vergleichbares und Ihr habt die App nicht geöffnet, schickt sie Euch auf Wunsch Benachrichtigungen. Und auch das funktionierte im Test sehr zuverlässig. Die Logi-App spammte micht nicht mit Bewegungsbenachrichtigungen zu, sondern informierte mich tatsächlich nur, wenn interessante Sachen passierte: Etwa wenn jemand das Licht in einem Raum anschaltete oder die Katze nicht nur durch das Wohnzimmer lief, sondern es sich auf der Fensterbank gemütlich machte.

Killer-Feature Walkie-Talkie-Funktion

Apropos Katze: Die Logi Circle entwickelte sich im Handumdrehen in eine Art Babyfon für mein Haustier. Denn weil die Kamera auch über einen Lautsprecher verfügt und die App über eine entsprechende Walkie-Talkie-Funktion, konnte ich von unterwegs nicht nur checken, ob Zuhause alles in Ordnung ist, sondern auch überwachen, ob es der Katze gut geht - auch wenn diese sich bestimmt gefragt hat, was dieses kleine runde Ding denn ist, das so klingt wie sein Herrchen.

Übertragen werden die Bilder auf die App, die weit mehr ist als nur eine Abspielstation für Videos. Über die Software lassen sich die Streams mehrerer Circles zusammenführen, außerdem liefert die App auf Wunsch eine Tagesübersicht. Sie passt zum Rest des Angebotes: schnörkelloses Design kombiniert mit praktischen Funktionen.

Fazit: Warum eigentlich nur eine?

Zu meinem Nutzungsszenario passt die Logi Circle perfekt. Ich will ab und an mit einem Kontrollblick sicher gehen, dass zu Hause alles in Ordnung ist. Die Möglichkeit, mit der Freundin oder der Katze über die App einen kleinen Plausch zu halten, ist eine nette Dreingabe. Die Installation ist mühelos, das Design schön unauffällig. Mit 199 Euro ist die Logi Circle nicht unbedingt günstig. Die HiKam S5 mini etwa gibt es schon für rund 60 Euro. Dafür wirkt die Logi-Cam durch und durch ausgereift und ist solide verarbeitet. Allerdings wurde zumindest mir nach einigen Tagen im Test klar: Eine Cam alleine reicht nicht. Denn meine Katze war nach kurzer Zeit zu faul, jedes Mal anzutapsen, wenn aus dem kleinen Kameralautsprecher ihr Name ertönte. Da war die Panik plötzlich groß, dass dem Tier ja doch etwas zugestoßen sein könnte. Der Impuls: Da muss ganz fix noch eine weitere Kamera ins Schlafzimmer. Nur, um sicher zu gehen!


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