Parrot Bebop 2 im Hands-on: Diese Drohne fliegt fast von selbst

Parrot gilt als Pionier für Drohnen, die sich per Smartphone und Tablet steuern lassen. In Berlin hat man nun die Parrot Bebop 2 präsentiert. Ein wenig schwerer als ihr Vorgänger, aber auch schneller, länger in der Luft und noch leichter zu fliegen. Wir haben sie steigen lassen.

Optisch gibt es nur kleine Veränderungen zum Vorgänger. Die größeren Rotoren, die unter anderem dafür sorgen, dass die Bebop 2 bis zu 60 Stundenkilometer schnell fliegt, fallen nicht auf. Auch dass die Drohne 100 Gramm zugelegt hat und jetzt 500 Gramm wiegt, sieht man Ihr nicht an. Das Gewicht ist nicht unwichtig, den aktuell befinden sich strengere Vorschriften für Drohnen, die über 500 Gramm wiegen, in Arbeit.

Stabile Fluglage und 14-Megapixel-Kamera

Der austauschbare Akku der Parrot Bebop 2 hat mit 2700 mAh eine ähnliche Kapazität wie viele Smartphone-Batterien. Er lässt die Drohne 25 Minuten lang fliegen. Zum Vergleich: Der Vorgänger blieb maximal zwölf Minuten in der Luft. Die Steuerung erfolgt entweder über Smartphone oder Tablet - die App FreeFlight 3 gibt es für iOS und Android - oder den Skycontroller von Parrot. Bei der neuen Black Edition könnt Ihr die einzelnen Tasten frei belegen und weiterhin FPS-Brillen anschließen. Die Fernbedienung erhöht die WLAN-Reichweite auf bis zu zwei Kilometer. Mit einem Smartphone oder Tablet könnt Ihr je nach Modell die Drohne aus maximal 100 bis 300 Metern steuern.

In der Bebop 2 stecken zahlreiche Sensoren und Messgeräte, die nur eine Aufgabe haben: die Drohne im Flug zu stabilisieren und die Steuerung möglichst einfach zu machen. Und das gelingt sehr gut. Ich würde mich nicht als erfahrenen Drohnen-Piloten bezeichnen. Ich habe zwar schon einige kurz "angeflogen", aber immer schnell wieder aufgegeben, da die Steuerung frustrierte. Bei Parrot sieht das ganz anders aus. Kein Absturz, kein Crash. Stattdessen steht die Drohne stabil in der Luft, wenn ich sie nicht bewege.

Selbst über die App konnte ich die Bebop 2 präzise steigen und sinken, nach links, rechts, vorne oder hinten fliegen und sich auf der Stelle drehen lassen. Hilfreich sind außerdem die automatisch Start- und Landefunktion, die die Drohne sicher in die Luft und wieder auf den Boden bringen.

Während auf der Rückseite ein rotes Blinklicht für mehr Sicherheit sorgen soll, befindet sich auf der Vorderseite der Parrot Bebop 2 eine 14-Megapixel-Kamera mit 180-Grad-Fisheye-Objektiv. Sie nimmt Full-HD-Videos und Fotos in unterschiedlichen Auflösungen auf. Ihr könnt zwischen dem Fisheye-Rundumblick in voller Auflösung, einem nicht verzerrten Foto und dank des Objektivs auch einer Aufnahme nach unten wählen. Den acht Gigabyte großen internen Speicher der Drohne soll man Parrot zufolge während eines 25-minütigen Fluges nicht voll belegen können.

Fazit: eine Drohne für Einsteiger und Profis

Die Parrot Bebop 2 bleibt lange in der Luft. Das ist für eine Drohne ein großer Vorteil. Die unkomplizierte Steuerung lässt auch Einsteiger mit Ihr Spaß haben. Profis reizen mit dem Skycontroller die Möglichkeiten der Drohne und ihrer Kamera aus.

Allerdings ist die Bebop 2 auch etwas teurer als ihr Vorgänger. Ab dem 14. Dezember 2015 soll sie für 549 Euro im Handel erhältlich sein. Für das Bundle mit dem neuen Skycontroller Black Edition zahlt Ihr Anfang 2016 dann 949 Euro.


Weitere Artikel zum Thema
Zwei­ter Trai­ler zu "Spider­man: Home­co­ming" veröf­fent­licht
In "Spiderman Homecoming" ist Schiffbruch ein Thema
Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ist zurück: Im zweiten Trailer zu "Spiderman: Homecoming" sehen wir viel Action – und Iron Man in Aktion.
Gear S3 Clas­sic und Fron­tier erhal­ten Update mit vielen Verbes­se­run­gen
Guido Karsten
Auf der Gear S3 läuft anstelle von Android Wear Samsungs Tizen OS
Samsung hat für beide Varianten seiner Gear S3 ein großes Software-Update veröffentlicht. Das bringt neben Verbesserungen auch neue Features mit.
Bungie kündigt "Destiny 2" offi­zi­ell an – mehr oder weni­ger
Viele Infos zu Destiny 2 gibt es noch nicht, immerhin hat Entwickler Bungie es inzwischen selbst angeteast.
Einen Leak zu "Destiny 2" ließ Activision unkommentiert. Jetzt hat Entwickler Bungie ebenfalls ein Teaser-Bild zum Spiel veröffentlicht.