Samsung Galaxy A50 im Test: Das Mini-S10 mit dem Riesen-Display im Hands-on

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Das Samsung Galaxy A50 am Messetand.
Das Samsung Galaxy A50 am Messetand.(© 2019 CURVED)

Wer keine 900 Euro für ein Galaxy S10 ausgeben, aber trotzdem ein neues Samsung-Smartphone mit aktuellen Funktionen haben will, sollte sich das Galaxy A50 anschauen. Was es kann, verrät das Hands-on.

Das Galaxy S10e, Galaxy S10 und das Galaxy S10 Plus bilden Samsungs Top-Riege. Alle drei Smartphones vereint aktuelle Technik und ein schickes Design – und alle drei sind richtig teuer. Das günstigste Modell, das Galaxy S10e, wird bei Marktstart 749 Euro kosten. Wenn ihr nicht so viel Power braucht, aber auf Funktionen wie den Fingerabdrucksensor im Display nicht verzichten wollt, müsst ihr gar nicht so viel Geld ausgeben. Samsung hat den Mobile World Congress 2019 genutzt, um das Galaxy A50 vorzustellen, ein gut ausgestattetes Mittelklassegerät.

Das Galaxy A50 bietet viel Ausstattung für wenig Geld

Das ist schließlich das, was die Galaxy-A-Reihe seit Jahren auszeichnet: viele Details, die man aus der S-Serie kennt, zum vergleichsweise fairen Preis. Lasst euch vom neuen Namen nicht verwirren. Es ist der Nachfolger des Galaxy A5 (2017). Samsung hat sich dazu entschlossen, die Jahreszahlen nicht mehr zu nennen. Stattdessen steht die 50 für den Neuanfang, der eventuelle Nachfolger wird Galaxy A51 heißen. Das sorge für mehr Transparenz, so Samsung. Hat ein Hersteller mal die Jahreszahl nicht angegeben, wusste der Kunde nicht mehr, woran er war.

Trotz der Größe ist das Galaxy A50 angenehm leicht.(© 2019 CURVED)

Das aber nur am Rande. Das Galaxy A50 machte am Messestand einen sehr guten Eindruck. Obwohl das Gerät mit dem 6,4 Zoll großen AMOLED-Display genauso groß wie das Galaxy Note 9 ist, liegt es leicht in der Hand. Das liegt daran, dass das Gehäuse des A50 aus Kunststoff besteht. Glas und Aluminium sucht man vergebens, vermisst man aber auch nur dann, wenn man das Gerät kabellos laden möchte. Das klappt mit dem Galaxy A50 nicht. Wasserdicht ist es auch nicht. Ansonsten gibt es an dem Smartphone aber kaum etwas zu bemängeln. Die Verarbeitung geht vollkommen in Ordnung, das geringe Gewicht ist bei der Größe ein absoluter Pluspunkt. Ihr müsst lediglich damit rechnen, dass das Gehäuse schnell mit Fingerabdrücken übersät ist. Aber welches aktuelle Smartphone ist das nicht?

Verzichten müsst ihr auf optische Highlights der neuen S-Klasse. Ein zu den Seiten abgerundetes Display gibt es (wie beim Galaxy S10e) beim Galaxy A50 nicht. Auch das Loch im Display, in dem beim S10 die Frontkamera sitzt, sucht ihr vergebens. Stattdessen kommt eine sogenannte "U-Notch" zum Einsatz. Die Aussparung, die die Frontkamera beinhaltet, ist minimal klein. Darüber sitzt noch der Lautsprecher. Auch der Bixby-Button fehlt. Er lässt sich aber nachrüsten. Über die Bixby-Einstellungen könnt ihr den Einschaltknopf zum Button für den digitalen Assistenten umfunktionieren. Das Smartphone schaltet ihr dann im Fall der Fälle über die Schnelleinstellungen des Betriebssystems aus.

Genügend Leistung für den Alltag

Zu den Highlights des Galaxy A50 gehört der Fingerabdrucksensor unter dem Display. Hier kommt allerdings kein Ultraschall, sondern ein optisches Modell zum Einsatz. Wie schnell der funktioniert, ließ sich am Messestand nicht nachvollziehen. Außerdem verbaut der Hersteller eine Triple-Kamera auf der Rückseite, die sich neben der Hauptkamera aus einer Weitwinkel- und einer Kamera für die Tiefenschärfe zusammensetzt. Das Galaxy A50 soll Szenen selbstständig erkennen können und besonders im Dunkeln schicke Bilder ohne Rauschen liefern. Wie gut das klappt, finden wir zu gegebener Zeit im Test heraus. Für Selfies gibt es eine Frontkamera mit 25 Megapixeln.

Im Inneren taktet ein Mittelklasse-Prozessor von Samsung, dazu gibt es wahlweise 4 oder 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 64 oder 128 GB internen Speicher. Per microSD-Karte könnt ihr den Speicher um 512 GB erweitern. Am Messestand machte die Ausstattung erwartungsgemäß keine Probleme. Das gilt auch für das Display. Das löst mit 2340 x 1080 Pixeln auf und offenbarte keine sichtbaren Mängel. Der Akku bietet eine Kapazität vom 4000 mAh und lässt sich per Kabel schnellladen.

Vorläufiges Fazit: Das kann was

Nach einem kurzen Hands-on am Messestand lässt sich vermuten: Das Galaxy A50 kann was. Käufer, die auf ein paar Top-of-the-Line-Funktionen verzichten können, weil sie diese vielleicht gar nicht brauchen, bekommen mit dem Galaxy A50 auf den ersten Blick einiges geboten. Ob sich der gute erste Eindruck bestätigt, finden wir dann im Test heraus.

Einen Preis und einen fixen Markstart für das Samsung Galaxy A50 gibt es noch nicht. Der Hersteller peilt aber einen Betrag unterhalb der 400-Euro-Grenze an.


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