Samsung Galaxy A50 im Test: Viel Handy zum kleinen Preis

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Das Samsung Galaxy A50 zeigt im Test, was es wirklich kann.
Das Samsung Galaxy A50 zeigt im Test, was es wirklich kann.(© 2019 CURVED)

Ihr seid auf der Suche nach einem treuen Alltagsbegleiter zum vergleichsweise kleinen Preis? Dann solltet ihr euch das Samsung Galaxy A50 einmal näher anschauen. Im Test offenbart das Mittelklasse-Handy von Samsung sein wahres Gesicht: Das einer "Lite"-Version des galaktischen Flaggschiffs Samsung Galaxy S10.

Zugegeben, die Flaggschiffe der Handyhersteller sind in der Regel echte Hingucker, in denen auch noch großartige Technik verbaut ist, allen voran das Samsung Galaxy S10. Das hat dann aber auch seinen entsprechenden Preis. Das S10 kostet aktuell (Stand: Juni 2019) rund 900 Euro – ein ziemlicher Batzen, den ihr da auf den Tisch legen müsst. Besonders, wenn ihr es euch ohne Vertrag anschafft.

Doch muss es wirklich immer das Spitzenmodell sein? Ich bin ein vergleichsweise genügsamer Smartphone-Nutzer und möchte einen treuen Alltagsbegleiter, der mich weder mit Akku, Leistung oder der Kamera in Stich lässt. Ich zocke weder auf dem Smartphone, noch versuche ich mich auf dem Gebiet der Handy-Fotografie als neuer Peter Lindbergh zu verwirklichen. Wichtig sind mir scharfe Fotos mit natürlichen Farben, die meine besonderen Urlaubs- und Alltagsmomente perfekt einfangen. Darum habe ich mir das Samsung Galaxy A50 im Test einmal näher angesehen und hautnah erlebt, was das Mittelklasse-Smartphone von Samsung für rund 350 Euro so drauf hat.

Das Samsung Galaxy A50 auf einen Blick

  • Pro: Das Galaxy A50 besticht mit einem schönen Design, dem 6,4 Zoll großen AMOLED-Display mit unauffälliger U-Notch sowie einer tollen Akkuleistung – und auch die Triple-Kamera ist für diese Preisklasse nicht von schlechten Eltern.
  • Contra: Der Fingerabdrucksensor im Bildschirm des Galaxy A50 ist nicht immer zuverlässig und der Bokeh-Modus gestaltet sich umständlich. Abstriche müsst ihr auch bei der Wertigkeit machen – das Kunststoff-Gehäuse des A50 kommt an das Aluminium des S10 logischerweise nicht ran.

Den Samsung Galaxy S10 Test findet ihr übrigens hier. 

Wenn ihr also ein schlichtweg gutes Handy sucht, das euch in keiner digitalen Lebenslage im Stich lässt (allerdings auch nicht unbedingt mit großartigen Features punkten muss), ist das Samsung Galaxy A50 eindeutig zu empfehlen. Wer allerdings das große Spitzenpaket ohne Abstriche möchte, muss dann doch zum Samsung Galaxy S10 und damit etwas tiefer in die Tasche greifen.

Wie sich das Gerät im ersten Hands-on anfühlt, hat mein CURVED-Kollege bereits am Messestand vor einigen Wochen testen dürfen.

Das Samsung Galaxy A50 erleben: Display, Kamera und Leistung im Alltags

Zunächst einmal zur Bedienung: Das Samsung Galaxy A50 ist für Android-User mit Android 9 Pie inklusive übergestülptem Samsung One UI intuitiv zu bedienen – von der Handhabung so, wie wir es kennen. Die Größe des Super AMOLED-Displays ist mit 6,4 Zoll imposant, dennoch ist das Smartphone noch gut zu handhaben. Mein persönlicher Pluspunkt: Wollt ihr mit einer Hand schreiben, könnt ihr ganz einfach den Ein-Hand-Modus der Tastatur aktivieren und die Buchstaben rücken automatisch in übliche Daumenreichweite.

Ein kleiner Wermutstropfen in der sonst ordentlichen Performance: Der Fingerabdrucksensor im Bildschirm ist zwar schnell eingerichtet, funktioniert in unserem Test allerdings nicht immer einwandfrei.

Ansonsten bietet das Super-AMOLED-Display mit seinen 2.340x1.080 Pixel (Full HD+) ein angenehmes Smartphone-Erlebnis. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten, um die Farbwiedergabe anzupassen und auch der Augen schonende Blau-Filter ist schnell gefunden. Filme und Serien abspielen geht auf dem großen Display ebenfalls gut – und selbst im hellen Morgenlicht war die Folge "Jerks" auf dem ICE-Pendel-Weg zur Arbeit ohne Abstriche gut zu sehen.

Die Akkuleistung des Samsung Galaxy A50 überzeugt – den ganzen Tag

Ein viel geäußerter Kritikpunkt beim Samsung Galaxy S10 war die Leistung des 3.400 mAh Akkus. Beim Galaxy A50 hat Samsung einen starken 4.000 mAh-Akku eingebaut – was einen deutlichen Unterschied macht.

Das Mittelklasse-Handy war von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr vom Strom getrennt und musste einiges leisten: rund vier Stunden Spotify-Streaming, Maxdome-Streaming, Mails schreiben, lebenswichtige Fragen beantworten (Wann kommt der neue "Joker" mit Joaquin Phoenix raus? Wann ist eine Avocado reif? Ist der Sinn des Lebens wirklich 42?) – und natürlich viel Texten. Am Ende eines solchen Tages beeindruckte mich das Samsung Galaxy A50 mit einem Akkustand von 30 Prozent.

Kamera-Test: Mein erster Tag mit dem Samsung Galaxy A50

Bilder sprechen bei einem Kamera-Test natürlich mehr als tausend Worte, dennoch ein kurzes Fazit: Die Triple-Kamera aus Hauptkamera (25 MP), Zweitsensor (5MP) und Drittsensor (8MP) macht gestochen scharfe Fotos – nur der Zoom offenbart einige Schwächen. Die Frontkamera macht mit ihren 25 MP ordentliche Selfies – und auch da bringt der Bokeh-Effekt - bei Samsung „Live-Fokus“ genannt - ein schönes Porträt zustande. Dieser lässt sich allerdings nicht immer problemlos einstellen und scheint ab und an ein bockiges Eigenleben zu führen. Beim integrierten Szenenanpasser solltet ihr außerdem darauf achten, dass die Kontraste nicht zu unnatürlich aussehen. Die Funktion macht, richtig eingesetzt, gerade Nahaufnahmen deutlich besser.

Tec-Specs des Samsung Galaxy A50

  • Display: 6,4 Zoll, Super-AMOLED-Display, 2.340 x 1.080 Pixel (Full HD+)
  • Prozessor: Octa-Core, max. 2,3 GHz, Exynos 9610
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Datenspeicher: 128 GB (erweiterbar)
  • Kamera: Hauptkamera (25 Megapixel mit f/1.7-Blende), Zweitsensor (5 Megapixel mit f/2.2-Blende), Drittsensor (8 Megapixel mit f/2.2-Blende), Frontkamera (25 Megapixel)
  • Akku: 4.000 mAh mit Schnellade-Funktion
  • Betriebssystem: Android 9 Pie + Samsung One UI

Das Samsung Galaxy A50: Mein Held, weil …

... es beweist, dass es nicht immer das Premium-Smartphone braucht, um einen "durchschnittlichen" User glücklich zu machen. Ich selbst habe zwar aufgrund meiner Arbeit viel mit hochkarätigen Flaggschiffen zu tun, bleibe im Privatgebrauch allerdings meinem iPhone 6 noch so lange treu, bis es endgültig den Geist aufgibt. Da dieser Tag jedoch immer näher rückt (es leidet unter einigen Altersschwächen wie einem defekten Home Button), ist das Samsung Galaxy A50 für mich eine echte Alternative. Denn für einen Preis von nur 350 Euro bietet es echtes Galaxy-Feeling, eine starke Akkuleistung, eine ansprechende Kamera und ein großes und scharfes Display.

Nur einmal hat mich das A50 in der Testzeit enttäuscht , was allerdings fairerweise auch an mir lag. Gleich am ersten Tag habe ich den gestellten Wecker nicht gehört – da hatte ich wohl einen zu angenehmen Alarm ausgewählt – und wurde zum Glück von meinem treuen iPhone geweckt, das traurig und allein in meiner Tasche geklingelt hat.


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