Sharp Aquos D10 im Test: Smartphone mit TV-Display im Hands-on [mit Video]

In Japan verkauft Sharp schon lange Smartphones und ist bei Android-Modellen sogar Marktführer. Jetzt wagt das Unternehmen erneut den Sprung nach Deutschland. Wir haben bei der IFA einen Blick auf das Vorzeige-Modell Sharp Aquos D10 geworfen.

Sharp produziert für seine Fernseher eigene Displays und nutzt diesem Umstand für Smartphone-Displays die von TV-Technologie profitieren. Die Aquos-Technologie soll für besonders lebhafte Farben sorgen.

Wenn das Smartphone vom Fernseher profitiert

Für ein LCD-Panel verfügt der 5,99 Zoll große Bildschirm des Sharp Aquos über sehr kräftige und intensive Farben. Der Unterschied zu AMOLED-Displays ist kaum zu sehen. Die Auflösung des Touchscreens im 18:9-Format fällt mit 2160 x 1080 Pixeln ordentlich hoch aus. Nach Berechnungen von Sharp nimmt der Bildschirm 91 Prozent der Vorderseite ein.

Bei der Hardware wartet das Aquos D10 mit solider Mittelklasse auf. Der Snapdragon 630 dürfte zusammen mit den vier Gigabyte Arbeitsspeicher für den Alltag ausreichend Leistung haben. Bei anspruchsvollen Spielen oder VR- und AR-Anwendungen könnte es allerdings knapp werden. Der interne Speicher sollte mit 64 Gigabyte in der Regel groß genug sein und lässt sich bei Bedarf mit einer microSD-Karte erweitern.

Dualkamera und Gorilla Glass

Die Dualkamera des Aquos D10 verfügt über Auflösung von 12 und 13 Megapixeln. Ihre zwei Linsen sorgen sowohl für einen Zoom als auch einen Bokeh-Effekt. Sprich: Man kann bei Bildern den Hintergrund extra unscharf machen und so das Motiv im Vordergrund noch stärker in den Fokus rücken. Die Frontkamera liefert Selfies mit einer Auflösung von 16 Megapixeln.

Als Betriebssystem erwartet euch Android 8.0 Oreo auf dem Aquos D10. Sharp legt noch seine eigene Nutzeroberfläche drüber, die aber keine massiven Veränderungen oder Ergänzungen enthält. Der Akku erscheint mit 2900 mAh leicht unterdurchschnittlich. Aufgeladen wird die Batterie über den USB-C-Anschluss, der auch als Kopfhöreranschluss dient.

Die Vorder- und die Rückseite des Sharp Aquos D10 besteht aus Gorilla Glass 3. Das glänzt schön, zieht allerdings auch Fingerabdrücke magisch an. Da fällt es sofort auf, wenn man den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite mal verfehlt. Alternativ lässt sich das Smartphone auch über eine Gesichtserkennung entsperren.

Preis und Verfügbarkeit

Das Sharp Aquos D10 soll ab sofort in Deutschland erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 399 Euro.

Vorläufiges Fazit

Mit dem Sharp Aquos D10 versucht der japanische Hersteller in Deutschland mit einem soliden Mittelklasse-Smartphone zu punkten, dass sich vor allem durch sein Display auszeichnet. Der Preis von 399 Euro geht in Ordnung, ist angesichts der Konkurrenz allerdings zu hoch, um direkt ein großes Stück von Smartphone-Markt abzubekommen.

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