UE Roll 2 im Test: Dreh den Swag auf!

So klein, so laut: Der Vorgänger war schon eine Wucht, die neue UE Roll 2 ist in allen Belangen besser - und dazu noch günstiger geworden.

Ich gestehe: Ich mag die Produkte von Ultimate Ears. Die UE Boom 2 ist seit Einführung unsere Referenz für Outdoor-Lautsprecher: robust, wasserfest, angemessen laut und dazu ein relativ ausgewogener Klang plus die Möglichkeit, mehrere Boxen miteinander zu koppeln. Die UE Roll war das Spinoff der dosenförmigen Modellreihe aus Megaboom und Boom.

Kaum größer als eine Untertasse erinnert die Form nach wie vor an einen Diskus. Zur Erklärung: "Roll" heißt im Englisch auch "Rolle", aber auch "Brötchen" oder "Semmel" – falls Ihr Euch wundert, warum die dosenförmige Boom nicht Roll heißt und die "Roll" wiederum nicht Boom. Denn aus dem kleinen Gerät kommt unverhältnismäßig viel Bumms heraus. Mehr noch als aus dem Vorgänger. Ich zitiere aus dem Test zur UE Roll:

"Die UE Roll ist laut. Sehr laut. Sehr, sehr, sehr laut. Ganz ehrlich: In der Wohnung kann man den Knirps maximal auf 80 Prozent der möglichen Lautstärke aufdrehen, ohne Angst haben zu müssen, dass kurze Zeit später die Nachbarn klingeln. Der Klang ist schön klar, in der Mitte fühlt sich der Sound-Generalist natürlich am wohlsten, aber auch die Höhen kommen schön sauber rüber. Nur bei tiefen Bässen, verständlich bei der geringen Größe, hat die UE Roll ihre Probleme. Generell lohnt es sich, den Knirps auf einer Oberfläche - Tisch, Karton oder Ähnliches - abzulegen, damit diese als Resonanzkörper mitgenutzt wird."

Es geht noch lauter

Bei der geringen Oberfläche, flachen Bauform und einem unverändert geringen Gewicht von gerade einmal 320 Gramm ist auch bei der UE Roll 2 kein satter Bass zu erwarten. Allerdings haben es die Sound-Ingenieure im kalifornischen Hauptsitz geschafft, den Sound-Diskus noch lauter zu machen: 15 Prozent verspricht Ultimate Ears. Kann ich bestätigen. Diese winzige Ding ist nochmal eine Ecke lauter geworden, ohne dass es dröhnt. Wie bei solch kleinen Boxen üblich verschwindet bei höherer Lautstärke zunehmend der Bass, die Höhen werden betont. Wer mehr Bass braucht, kann über die Companion-App etwa die Megaboom dazukoppeln.

Die Oberfläche der Oberseite ist mit einem robusten Textil überzogen. Unter den übergroßen, aufgenähten Symbolen befinden sich die Lautstärke-Buttons. Auf der Unterseite ist ein robustiges Bungee-Gummi angebracht, mit dem Ihr die Box an anderen Gegenständen anbringen könnt. Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich die Audio-In-Buchse, wenn man nicht über Bluetooth die Musik streamen will, sowie der micro-USB-Port zum Aufladen des internen Akkus. Der hält im Schnitt neun Stunden durch. Das reicht für einen ausgedehnten Grillabend bei ordentlicher Laustärke oder zwei bis drei kürzere Einsätze unterwegs. Angeschaltet wird die UE Roll über einen längeren Druck auf den Button auf der Unterseite, ausschalten lässt sich das Device auch über die App.

Fazit: Preis reduziert, Bluetooth-Reichweite erhöht

Nach wie vor hält das Gadget nach IP-X 7 Tauchgänge bis zu einer halben Stunde aus, solange Ihr nicht zu tief damit davon schwimmt. Weiter weg von Eurem Smartphone könnt Ihr jetzt aber dennoch schnorcheln. Denn die Bluetooth-Reichweite hat man auf bis zu 30 Meter erhöht - vorausgesetzt, das Terrain bietet sich dafür an. Im Test schaffte das Gerät sogar stolze 100 Meter. Top!

Für viel guten Sound in kleiner Packung verlangt die Logitech-Tochter 99 Euro (UVP). Damit ist das Gadget günstiger geworden. Für 129 Euro (UVP) ging die UE Roll vor einem Jahr in den Handel. Dafür gibt's von uns eine klare Kaufempfehlung.

Disclaimer: Und wer sich jetzt fragt, was es mit dem "Swag" auf sich hat, dem sei folgende Facebookseite ans Herz gelegt, die gerade auch in Bundesligakreisen durch die Decke geht.

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