Wiko View 3 Pro im Test: Günstiges Smartphone mit Triple-Kamera im Hands-on

Das Wiko View 3 Pro ist momentan das günstigste Smartphone mit einer Triple-Kamera.
Das Wiko View 3 Pro ist momentan das günstigste Smartphone mit einer Triple-Kamera.(© 2019 CURVED)

Der französische Smartphone-Hersteller Wiko hat sich auf dem Mobile World Congress nicht nur ein neues Logo verpasst, sondern auch ein neues Smartphone vorgestellt: Das Wiko View 3 Pro ist momentan die günstigste Möglichkeit an eine Triple-Kamera zu kommen. Unser erster Eindruck.

Vor einem Jahr stellte Huawei mit dem P20 Pro das erste Smartphone mit einer Triple-Kamera vor. Seitdem hat es nur zwölf Monate gedauert, bis drei Kameras die Rückseite des ersten günstigen Smartphones zieren.

Drei Kameras und ein großes Display

Neben der Hauptkamera, einer Sony IMX468, mit einer Auflösung von zwölf Megapixel, verbaut Wiko im View 3 Pro eine 13-Megapixel-Weitwinkel-Linse mit einem Blickwinkel von 120 Grad. Auf den Fotos ist die Weitwinkel-Optik sofort zu erkennen: Die Ränder sind gebogen und haben eine deutliche Vignettierung in den Ecken. Die dritte Kamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln liefert zusätzliche Informationen für Bokeh-Aufnahmen, bei denen der Hintergrund extra unscharf wird. So soll die Person im Vordergrund noch stärker auffallen. Die ersten Fotos – sowohl mit und ohne Bokeh – sahen recht ordentlich aus. Eine finale Bewertung folgt im ausführlichen Test.

Das gilt auch für die 16-Megapixel-Frontkamera des Wiko View 3 Pro. Die befindet sich in einer kleinen Aussparung – Notch genannt – am oberen Rand des 6,3 Zoll großen Displays. Trotz Notch ist der Rahmen um den Bildschirm breiter als bei teureren Smartphones. Die Full-HD+-Auflösung sorgt aber für ein detailreiches Bild und auch farblich erfreut der Touchscreen die Augen des Betrachters.

Die Rückseite des ordentlich verarbeiteten und hochwertig wirkenden Gehäuses besteht aus Kunststoff und glänzt wie bei vielen anderen Smartphones. Der Hingucker des View 3 Pro ist allerdings eine feine Musterung unterhalb des Display. Davon hat Wiko an seinem MWC-Stand noch weitere Konzepte gezeigt. Da könnten in Zukunft noch einige interessante Ideen auf uns zukommen.

Im Wiko View 3 Pro stecken der Helios P60 von Mediatek sowie sechs Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Kombination sollte nicht nur für alltägliche Anwendungen genügen, sondern auch anspruchsvolle Spiele laufen lassen. Der interne Speicher fällt mit 128 Gigabyte groß aus und auch der Akku bietet mit 4000 mAh eine höhere Kapazität als viele teurere Smartphones.

Ihr könnt das Wiko View 3 Pro per Gesichtserkennung oder Fingerabdrucksensor, der sich auf der Rückseite befindet, entsperren. Als Betriebssystem erwartet euch Android 9 Pie. Googles Software befindet sich fast im Originalzustand. Wiko fügt nur zwei, drei eigene Apps hinzu. Mit Bloatware werdet ihr also nicht belästigt.

Wiko View 3: Es geht noch günstiger

Selbst im 100 Euro günstigeren Wiko View 3 müsst ihr nicht auf die Triple-Kamera verzichten. Einziger Unterschied: Die Infos für die Bokeh-Aufnahmen liefert eine Linse mit nur zwei Megapixeln. Zudem ist das Display mit 6,26 Zoll minimal kleiner. Das bemerkt man aber nicht. Im direkten Vergleich macht sich die HD+-Auflösung gegenüber dem Full-HD+-Bildschirm des View 3 Pro, aber schon negativ bemerkbar.

Zusätzlich müsst ihr bei Wiko View 3 mit etwas weniger Leistung rechnen. Der Mediatek P22 ist etwas schwächer auf der Platine als der P60. Zudem gibt es mit drei Gigabyte etwas weniger Arbeitsspeicher und der interne Speicher fällt mit 64 Gigabyte ebenfalls kleiner aus.

Die zwei Farbvarianten des Wiko View 3 Pro. Im Lichtstreifen ist die Textur im Gehäuse zu sehen.(© 2019 CURVED)

Preis und Verfügbarkeit

Das Wiko View 3 Pro soll "demnächst" in Deutschland erhältlich sein – genauer wurde Wiko nicht. Bei den Farben habt ihr die Wahl zwischen "Nightfall" und "Ocean", bzw. Türkis und Schwarz. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 299 Euro, bzw. 199 Euro für das View 3.

Vorläufiges Fazit

Das Wiko View 3 Pro bewegt sich mit einem attraktiven Preis-Leistung-Verhältnis zwischen Einsteiger- und Mittelklasse. Optisch macht es etwas her, die Kamera erscheint ordentlich und ist mit ihren drei Linsen in dieser Preisklasse bisher einzigartig. Am Display lässt sich nur der Rahmen kritisieren und Hardware sowie Software lassen eigentlich kaum noch einen Wunsch offen.

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