Android 6.0: microSD-Karten in Marshmallow als internen Speicher einrichten

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Mit Android 6.0 Marshmallow wird die microSD-Karte Teil des internen Speichers.
Mit Android 6.0 Marshmallow wird die microSD-Karte Teil des internen Speichers.(© 2015 CURVED)

Zu den neuen Funktionen von Android 6.0 Marshmallow gehört, dass microSD-Karten besser ins System eingebunden sind. Wie Ihr sie zu einem Teil des internen Speichers Eures Smartphones macht, erklären wir anhand des HTC One A9 - dem ersten Smartphone mit Android 6.0 und einer microSD-Karte.

Ein microSD-Slot steht in letzter Zeit bei immer weniger Smartphones auf dem Datenblatt. Schuld daran ist unter anderem, dass die wechselbaren Speichermedien von Android bisher stiefmütterlich behandelt wurden. Das bessert sich mit Android 6.0 Marshmallow. Damit die microSD-Karte wirklich mit dem internen Speicher verschmilzt, müsst Ihr sie erst einrichten.

Formatieren, Daten verschieben und über mehr Speicherplatz freuen

Sobald Ihr die Speicherkarte in Euer Smartphone eingelegt habt, navigiert Ihr in den Einstellungen in den Menüpunkt "Speicher" (bei HTC heißt er "Speicher und USB"). Klickt auf die SD-Karte, die noch als Wechselspeicher angezeigt wird. Anschließend wählt Ihr über das Drei-Punkte-Menü in der oberen rechten Ecke die Einstellungen aus und entscheidet Euch auf dem nächsten Bildschirm für "Als internen Speicher formatieren" und löscht alle auf der Speicherkarte vorhandenen Daten.

Danach heißt es kurz warten, bis die Formatierung abgeschlossen ist. Sobald die microSD-Karte erfolgreich in den internen Speicher eingebunden ist, bietet Euch Android an, Daten vom Telefonspeicher auf die Speicherkarte zu verschieben und verrät auch gleich, wie viel Megabyte oder Gigabyte dabei bewegt werden und wie lange es voraussichtlich dauert. Neben Apps dürften vor allem Fotos und Videos sowie der Download-Ordner die größten Datenblöcke sein, die auf der microSD-Karte landen.

Es lohnt sich regelmäßig in den Speichereinstellungen bei der SD-Karte nachzuschauen, ob Ihr Daten manuell verschieben könnt. In der Regel - aber eben nicht immer - schafft es Android aber selbstständig, neu installierte Apps oder frisch aufgenommene Bilder am richten Ort zu speichern.

Die Speicherkarte bleibt im Smartphone

Apps, Fotos und Videos lassen sich zwar mit einem Knopfdruck und etwas Wartezeit auf die Speicherkarte verschieben, doch falls Ihr sie mal aus dem Gerät herausnehmen müsst oder wollt, gibt es keinen so einfachen Weg in die andere Richtung. Apps müsstet Ihr in den Einstellungen einzeln auf den internen Speicher zurück kopieren sowie Fotos und andere Dateien mit Hilfe eines Dateimanagers verschieben. Was aber gar nicht so leicht ist, da der Dateimanager mitunter gar nicht mehr zwischen Telefonspeicher und Speicherkarte unterscheidet. Da bleibt nur noch der Ausweg über die Speicherung in der Cloud oder auf dem eigenem Computer. Denn um die Speicherkarte mit einem anderen Gerät lesen und beschreiben zu können, müsst Ihr sie als mobilen Speicher formatieren, wobei alle Daten gelöscht werden. Die microSD-Karte sollte also in Zukunft nicht als Wechselmedium, sondern als dauerhafte Ergänzung des internen Speichers betrachtet werden.

Ein Hinweis noch zum Schluss: Speicherkarten bekommt man schon für wenige Euro, es kann sich aber lohnen, etwas mehr zu investieren. Denn eine langsame microSD-Karte mit geringer Schreib- und Lesegeschwindigkeit könnte nicht nur Fotos langsamer abspeichern, sondern auch Apps ausbremsen.


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