Apple Watch mit oder ohne Cellular: Was lohnt sich wirklich?

Apple Watch 7 Edelstahl Farben
Apple Watch 7 Edelstahl Farben (© 2021 Apple )
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Reicht eine Apple Watch ohne Cellular-Funktion oder benötigt ihr die optionale LTE-Verbindung im Alltag? Wir verraten in diesem Artikel, wo die Unterschiede zwischen den beiden Modellen liegen und für wen sich welches Modell eignet.

Inhaltsverzeichnis

Wer sich eine Apple Watch kaufen möchte, steht vor einer Reihe von Fragen: welche Farbe, welche Größe und welches Gehäusematerial? Noch grundlegender ist aber die Frage, ob es die Apple Watch mit oder ohne Cellular sein soll. Während für die meisten von euch die GPS-Variante wahrscheinlich ausreicht, gibt es manche Nutzer, für die eine Apple Watch mit Cellular durchaus sinnvoll ist.

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Apple Watch mit oder ohne Cellular: Was bedeutet das?

Egal ob ihr eine Apple Watch Series 9 bestellt oder ein älteres Modell wie die Series 6 kaufen wollt: Apple bietet die Uhren ab der Series 3 in zwei Varianten an. Während andere Marken wie Samsung von Bluetooth- und LTE-Modellen sprechen, unterscheidet Apple seine Smartwatches anhand der Bezeichnungen "GPS" und "GPS + Cellular". Manchmal begegnen euch auch "WiFi-Versionen".

Gemeint ist Folgendes: Eine Apple Watch ohne Cellular verbindet sich entweder über WLAN oder via Bluetooth mit eurem iPhone, um eine Internetverbindung herzustellen. Am besten aktiviert ihr beides, um immer in Verbindung zu bleiben. Die Apple Watch mit Cellular hingegen kann eigenständig ins Internet – über ihr LTE-Modem und eine aktivierte SIM-Karte (eSIM). Ihr könnt also auch ohne mitgeführtes Smartphone mit der Uhr online gehen. Dafür braucht ihr jedoch einen separaten Mobilfunktarif (hier von o2 & Blau) für die Apple Watch. Wichtig: Der Tarif muss eSIMs unterstützen – mehr dazu später.

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Apple Watch ohne Cellular: Unterschiede zum Cellular-Modell, Vor- und Nachteile

Das Wichtigste vorweg: Auf Features müsst ihr nicht verzichten, wenn ihr euch für ein Modell ohne LTE-Verbindung entscheidet. Apple stattet die Uhren abgesehen vom LTE-Modem gleich aus. Ihr müsst also nicht befürchten, dass zum Beispiel der Blutsauerstoffsensor fehlt oder ihr mit einem abgespeckten Bildschirm Vorlieb nehmen müsst, nur weil ihr das günstigere Modell gewählt habt.

Preis & Grundvoraussetzungen

Preislich gibt es einen Unterschied zwischen einer Apple Watch mit und einer Apple Watch ohne Cellular. Kauft ihr die Uhr direkt bei einem Händler, müsst ihr je nach Modell zwischen 50 und 100 Euro für das LTE-Modem dazuzahlen. Wollt ihr die Zusatzkosten in Grenzen halten, ist die günstigere Apple Watch SE Cellular eine gute Wahl. Das ist auch eine gute Option, weil ihr für die Nutzung der LTE-Verbindung eine zweite SIM-Karte benötigt – die in der Regel ebenfalls mit Kosten verbunden ist.

Apple Watch 7 neben SE und Apple Watch 3
Apple Watch 3, Apple Watch SE, Apple Watch 7 (v. l. n. r.): Alle aktuell erhältlichen Modelle gibt es als Cellular-Version. (© 2021 Apple )

Die LTE-fähigen Uhren nutzen für die Internetverbindung eine eSIM, die bereits ab Werk integriert ist und nur aktiviert werden muss. Hier seid ihr im Vorteil, wenn euer Mobilfunktarif eine kostenlose Zweit-SIM zulässt. Oft müsst ihr aber einen monatlichen Aufpreis zahlen oder einen separaten Handytarif buchen.

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Apps und Features

Mit einer Apple Watch Cellular könnt ihr im Vergleich zur reinen GPS-Version einige praktische Features auch dann nutzen, wenn sich das iPhone für eine Internetverbindung nicht in der Nähe befindet. Ihr könnt zum Beispiel jederzeit Apps aufrufen, die zwingend eine Netzverbindung benötigen (zum Beispiel Wetter, Messenger, Maps).

Außerdem könnt ihr unter anderem Anrufe annehmen und tätigen (auch Notrufe), Nachrichten senden, Siri nutzen, Smart-Home-Geräte steuern und Musik streamen, ohne die Songs vorher herunterladen zu müssen.

Weiterer Pluspunkt der Cellular-Modelle: Die Verwaltung über die Familienkonfiguration funktioniert nur mit LTE-Modellen.

Akkulaufzeit

Ein Nachteil der dauerhaften LTE-Verbindung ist der höhere Stromverbrauch. Nutzt ihr die Uhr unabhängig von eurem Smartphone sehr intensiv, verbraucht das LTE-Modem deutlich mehr Energie als die Smartphone-Kopplung. Wie schnell der Akku zur Neige geht, hängt zusätzlich von der Verbindungsqualität ab – und davon, wofür ihr die Uhr nutzt. Schaltet ihr die Mobilfunkverbindung jedoch aus, hält die Batterie genauso lange durch wie die des günstigeren GPS-Modells.

Für wen ist die Apple Watch Cellular sinnvoll?

Im Alltag kommt ihr vermutlich eher selten in eine Situation, in der ihr die zusätzlichen Features der Apple Watch mit Cellular wirklich braucht. Und: Die meisten Menschen haben ihr Smartphone ohnehin immer dabei. Stellt sich also die Frage, ob sich der Kauf einer Apple Watch mit Cellular für euch lohnt oder ob ihr das Feature am Ende gar nicht nutzt.

Die Apple Watch mit LTE eignet sich für euch, wenn ihr viel draußen unterwegs und sportlich aktiv seid. Denn jedes Mal das Smartphone mitzuschleppen, wenn ihr laufen geht, kann ganz schön nerven. Einige Extremsportler verzichten außerdem gern auf Extraballast wie ein Smartphone – auch damit es nicht kaputt geht. In diesem Fall lohnt sich die "GPS + Cellular"-Variante der Apple Watch ebenfalls.

Apple Watch bald mit komplett neuen Features und besserem Akku?
Vor allem Outdoor-Sportler können von der LTE-Verbindung profitieren. (© 2019 Apple )

Das Strecken-Tracking (zum Beispiel beim Jogging) schafft zwar auch die Apple Watch ohne Cellular, aber mit einem Cellular-Modell bleibt ihr auch ohne Handy erreichbar. Das ist auch bei Un- und Notfällen wichtig: Verunglückt ihr zum Beispiel beim Laufen, registriert die Sturzerkennung das und kann dank LTE-Modem einen Notruf absetzen.

Außerdem könnt ihr mit der Apple Watch Cellular spontan die Musik wechseln, weil ihr zum Beispiel direkt auf eure Playlists bei Streaminganbietern zugreifen könnt. Ihr müsst sie vorher nicht offline verfügbar machen.

Im Endeffekt müsst ihr euch die Frage stellen, ob euch die Flexibilität der Cellular-Modelle den Aufpreis wert ist. Zu den höheren Anschaffungskosten kommen in vielen Fällen die monatlichen Gebühren für die notwendige eSIM hinzu. Viele Anbieter verlangen circa 5 Euro pro Monat für eine solche Vertragsoption. Manche bieten eine parallel nutzbare eSIM aber auch kostenlos an.

Tipp: Einige Netzanbieter bieten für wenig Geld eine zweite (e)SIM an, die euren bestehenden Tarif mitnutzt. Ohne monatliche Extrakosten ist das Ganze etwa bei mehreren o2-Tarifen möglich. Achtet nur darauf, dass euer Wunsch-Tarif die Connect-Option unterstützt. Dann könntet ihr für eure Apple Watch einfach eine eSIM anfordern – und schon ist die Smartwatch im Netz. Für die Extra-Karte wird lediglich eine einmalige Anschlussgebühr von 19,99 Euro fällig.

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