Galaxy S10: Das solltet ihr bei Schutzfolien beachten

Das Display des Galaxy S10 Plus zerkratzt ab einem Härtegrad von 6
Das Display des Galaxy S10 Plus zerkratzt ab einem Härtegrad von 6(© 2019 CURVED)

Ein Panzerglas oder eine Schutzfolie für das Flaggschiff? Das Galaxy S10 hat durch das verbaute Gorilla Glass ein stabiles Display, das gut gegen Kratzer geschützt ist. Dennoch kann es passieren, dass euer Bildschirm mit der Zeit leichte oder tiefere Kratzer aufweist. Mit einer Schutzfolie könnt ihr das Top-Smartphone noch besser schützen. Beim Kauf solltet ihr aber auf ein paar Dinge achten.

Samsung hat Folie vorinstalliert

Wenn ihr das Display vor Kratzern bewahren wollt, müsst ihr kein Zubehör kaufen. Samsung liefert das Galaxy S10 und das S10 Plus bereits mit einer Schutzfolie aus, die sich auf dem Bildschirm befindet. Samsung gibt auf das Zubehör allerdings keine Garantie. Und solltet ihr eine neue Original-Folie benötigen, kostet euch das ungefähr 20 Euro (Stand: März 2019).

Das Problem mit dem Fingerabdrucksensor

Wenn ihr nicht die originale Displayfolie von Samsung nutzen möchtet, solltet ihr bei eurer Wahl eine Sache bedenken: Der Fingerabdrucksensor befindet sich im Display des Galaxy S10. Bei einigen Schutzfolien und Panzerglas kann es also passieren, dass dieser Sensor euren Finger nicht mehr ordnungsgemäß erkennt. Dieses Problem tritt besonders dann auf, wenn die Schutzschicht etwas dicker ist.

Ihr solltet euch also vor einem Kauf darüber informieren, ob der von euch ausgewählte Displayschutz den Fingerabdrucksensor beeinträchtigen könnte. Achtet außerdem darauf, dass die Folie für das Galaxy S10 geeignet ist. Durch die abgerundeten Seiten und die Frontkamera im Display dürften viele Lösungen nicht passen.

Galaxy S10 und S10 Plus unterscheiden sich in ihrer Größe, setzen aber auf einen identischen Displayschutz(© 2019 CURVED)

Das bedeutet der Härtegrad

Viele Hersteller bewerben ihre Schutzfolie mit einem Härtegrad. Beispielsweise könnt ihr Angaben wie "9H" lesen. Diese Ziffer gibt am, wie gut die Folie gegen Kratzer geschützt ist. Je höher die Zahl, desto schwerer könnt ihr Spuren darauf hinterlassen.

Ein Härtetest hat ergeben, dass der Bildschirm des Galaxy S10 ohne Folie schon leicht zerkratzt, wenn das Werkzeug einen Härtegrad von 6 aufweist. Tiefere Kratzer werden ab H7 sichtbar. Schlüssel und Münzen dürften dem Screen aber nichts anhaben können – selbst ohne Schutz.

Folie ohne Luftblasen anbringen

Wenn ihr eine neue Folie auf dem Galaxy S10 anbringen wollt, empfiehlt sich ein einfacher Trick: Ihr solltet zuerst eine heiße Dusche nehmen und anschließend im Bad die Folie aufsetzen – natürlich nachdem ihr kurz vorher den Screen gereinigt habt. Hierdurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich Staubkörner nach der Reinigung auf das Display setzen. Wir haben auf diese Art eine Folie komplett blasenfrei aufsetzen können.

Zusammenfassung:

  • Das Galaxy S10 kommt ab Werk mit einer Schutzfolie. Ersatz von Samsung kostet knapp 20 Euro
  • Schutzfolien oder Panzerglas anderer Hersteller können die Funktion des Fingerabdrucksensors im Display beeinträchtigen
  • Informiert euch vor dem Kauf, ob ein Schutz den Fingerabdrucksensor behindert. Das ist dann wahrscheinlich, wenn die Folie etwas dicker ist
  • Auch ohne Schutz zerkratzt das Display des Galaxy S10 erst ab einem Härtegrad von 6. Schlüssel und Münzen sollten keine Kratzer verursachen
  • Wenn ihr das Smartphone reinigen und die Folie aufsetzen wollt, solltet ihr das nach einer heißen Dusche im Bad machen. Dadurch gelingt es euch mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Luftblasen

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