Smartphones von Google: Was macht sie so besonders?

Wie hebt sich ein Google-Smartphone von anderen Android-Handys ab?
Wie hebt sich ein Google-Smartphone von anderen Android-Handys ab?(© 2020 GOOGLE)

Viele behaupten: Googles Smartphones sind neben den iPhones die besten auf dem Markt. Während Apple sich schon allein durch iOS klar von der Konkurrenz abgrenzt, gibt es eine Vielzahl von Android-Handys. Warum sticht Google mit der Pixel-Serie da heraus?

Das erste Android-Smartphone kam von HTC: 2008 veröffentlichte der Hersteller das HTC Dream. Viele weitere Unternehmen zogen nach, entwickelten eigene Benutzeroberflächen und spielten auch eigene oder fremde Software mit auf. Wegen den Anpassungen, die aus den Eigenentwicklungen resultieren, kommen Updates für Android oft etwas später als Google diese eigentlich veröffentlicht.

Also brachte der Hersteller 2010 mit dem Nexus One ein eigenes Android-Handy auf den Markt, das dem Problem beikommen sollte. Mit Smartphones von Google solltet ihr bei der Software immer auf dem neuen Stand sein, auch zusätzliche Software – sogenannte Bloatware – sollte nicht vorinstalliert sein. Viele von euch brauchen die zusätzlichen Apps vielleicht gar nicht oder empfinden sie als störend.

Nach dem Nexus kam das Google Pixel

Nexus-Handys wurden von Auftragsherstellern produziert: Habt ihr ein Smartphone noch in der Schublade, könnte es tatsächlich aus den Werkhallen von Huawei, LG, HTC oder Samsung stammen. Das änderte sich mit der Nachfolgereihe: dem Google Pixel. Seit 2016 gibt es jedes Jahr ein neues Gerät in zwei Größen – die größeren Geräte nennt Google XL –, seit dem Pixel 3 kommen noch die Mittelklasse-Modelle mit dem Zusatz "a" dazu, das Pixel 3a war das erste seiner Art.

Mit Smartphones von Google habt ihr also pures Android, das immer auf dem aktuellen Stand ist. Das bringt zum Beispiel Vorteile beim Thema Datenschutz: Entdeckt das Entwicklerteam ein potentielles Leck, seid ihr immer sofort geschützt.

Google-Handys: Feinabstimmung wie beim iPhone

Außerdem ist die Software-Hardware-Feinabstimmung bei Google-Handys besonders gut, da die Geräte und das Betriebssystem aus den gleichen Hallen kommen. Das ist wie bei Apple: Wer Android oder iOS entwickelt, weiß am besten, was es für eine Leistung benötigt, damit alles optimal läuft.

Das wirkt sich auch auf die Kameraleistung aus und so ist Google dafür bekannt, mit dem Pixel eines der besten Kamera-Smartphones zu bauen, auch wenn sie bei der Menge an Linsen sich eher zurückhalten. Das sieht man besonders am Nachtmodus: Mittlerweile lässt sich mit der Handykamera sogar ein Foto des Sternenhimmels schießen.

Künstliche Intelligenz und ein zusätzlicher Sicherheits-Chip

Google arbeitet zudem ständig an der Künstlichen Intelligenz (KI). So kann der Google Assistant euch mittlerweile auch ohne Cloud-Anbindung auf kontextbezogene Fragen antworten. Auch die Live-Umwandlung von Sprache in Text wird immer besser. Vorausgesetzt, ihr sprecht englisch, denn die deutsche Version ist noch in der Entwicklung.

Bei der Hardware hat sich der Hersteller auch noch etwas einfallen lassen: Der sogenannte Titan M ist ein Chip, der sich seit dem Google Pixel 3 im Smartphone befindet und für Sicherheit sorgen soll.

Der Chip klinkt sich in verschiedene Prozesse ein wie zum Beispiel den Start des Betriebssystems, bei der Passwort-Erkennung, beim Android-Update oder bei Zahlungen in Apps von Drittanbietern.

Google Pixel 4 kommt mit unzähligen Sensoren

Darüber hinaus setzt Google beim Pixel 4 zwar auf einen breiten Rahmen an der Oberseite, allerdings befinden sich darin eine Vielzahl von Sensoren neben der Selfie-Kamera. Da gibt es weitere Sensoren für die Gesichtserkennung, einen Lichtsensor oder einen Radar-Chip, mit dem ihr "Motion Sense" nutzen könnt, also die Gestensteuerung. Ob die erhalten bleibt, ist zwar noch unklar, allerdings kümmert sich der Sensor auch darum, dass er die anderen Sensoren aktiviert, sobald ihr euch nähert.

Insgesamt will Google mit seinen eigenen Smartphones dafür sorgen, dass ihr immer die ersten seid, wenn es um Android-Updates geht. Auch bei der Kamera setzt Google alles daran, an der Spitze zu sein – jedoch schläft die Konkurrenz nicht und zur Zeit setzen eher Huawei, Xiaomi und Samsung dahingehend die Maßstäbe.

Allerdings überzeugt Google mit einer ausgefeilten Software-Hardware-Abstimmung, wodurch das Smartphone in Sachen Performance einfach gut läuft. Und auch bei der Verarbeitung sind aktuelle Pixel-Smartphones einfach optisch und haptisch Premium-Handys, die durch die Mittelklasse-Auskopplungen zu erschwinglichen Preisen zu haben sind.


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