Pokémon GO: Dieser geheime Wert verrät, welche Pokémon wirklich stark sind

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Jedes Pokémon in Pokémon GO hat einen IV, der erst später im Spiel wichtig wird.
Jedes Pokémon in Pokémon GO hat einen IV, der erst später im Spiel wichtig wird.(© 2016 CURVED)

Ihr wisst nicht, was ein IV ist? Solltet Ihr aber, wenn Ihr Pokémon GO spielt. Denn dieser geheime Wert entscheidet darüber, welche Pokémon wirklich stark sind. Hier erfahrt Ihr alles, was Ihr über den "Individual Value" und Wettkampfpunkte wissen müsst und wie Ihr damit die besten Pokémon auflevelt.

Eine offizielle deutsche Übersetzung für Individual Value gibt es nicht. Der Wert ist vor allem hilfreich, wenn Ihr überlegt, für welchen Eurer Pokémon es sich lohnt, Sternenstaub und Bonbons für Power-Ups bis zum Maximum auszugeben.

Was bedeutet IV?

Pokémon haben drei wichtige Werte: Angriff, Verteidigung und Ausdauer. Jeder Typ hat die gleichen Basis-Werte. Beim Hypno sind das zum Beispiel 162 Angriff, 196 Verteidigung und 170 Ausdauer. Auf diese erhält jedes Pokémon aber einen zufälligen Zuschlag zwischen 0 und 15. Dies sind die Individual Values, die geringe genetische Unterschiede symbolisieren sollen und oft als drei Werte hintereinander angegeben werden, z.B.: 10/13/11. Ein Pokémon, das in allen drei Kategorien 15 Bonuspunkte vorweisen kann, ist zu 100 Prozent perfekt. Je mehr Bonuspunkte ein Pokémon erhalten hat, desto stärker ist es insgesamt.

Wie lässt sich der IV berechnen?

Nicht alle Auswirkungen der IV lassen sich messen. Es gibt aber drei Werte, die helfen können, den IV zu berechnen: Wettkampfpunkte (WP), Kraftpunkte (KP) und wie viel Sternenstaub ein Power-Up kostet. Die Sternenstaub-Kosten hängen zwar nur vom Level des Pokémon ab, aber das wiederum ist Bestandteil der Formel zur Berechnung von WP und KP. So lässt sich der IV schlussendlich genauer berechnen. Für die Berechnung des IV ist ebenfalls wichtig zu wissen, ob zum Beispiel Euer Rabauz, Kapoera oder Nockchan schon mit einem Power-Up verbessert wurden oder nicht. Wilde Pokémon haben immer ungerade Level. Dieses Wissen grenzt die IV-Berechnung weiter ein.

Warum der IV wichtig ist und wonach Ihr Eure Pokémon sortieren solltet

In den ersten Leveln braucht Euch der IV Eurer Pokémon noch nicht zu interessieren. Habt Ihr aber Level 20 erreicht und überlegt, welche Pokémon es wert sind, entwickelt und mit Power-Ups verstärkt zu werden, dann hilft Euch der IV dabei, das stärkere Pokémon auszuwählen. Oder verrät Euch, dass Ihr weiter nach einem Besseren suchen solltet.

Wollt Ihr Eure Pokémon nach Stärke sortieren, gibt es allerdings einen Wert, der noch wichtiger ist als der IV: die Attacken. Die Attacken sind bei jedem Pokémon verschieden. Die Unterschiede liegen nicht nur in der Stärke der Primär- und Sekundär-Attacke, sondern auch in ihrer Art. So kann ein Wasser-Pokémon durchaus über eine Stahl-Attacke verfügen – was man bei Angriffen auf Arenen beachten sollte. Nach den Attacke-Arten solltet Ihr als nächstes den IV und dann die WP als Entscheidungsgrundlage nehmen, da Ihr sie mit Power-Ups erhöhen könnt.

Pokémon GO: Seeper, ein Wasser-Pokémon mit Stahl-Attacke.(© 2016 CURVED)

Steht der IV irgendwo in der App? Und gibt es einen Zusammenhang mit der Größe oder dem Gewicht des Pokémon?

Nein und Nein! Der IV bzw. dessen drei Bonuswerte sind nirgends in der App zu sehen. Außerdem besteht kein Zusammenhang zur Größe und Gewicht des Pokémon. Diese Angaben dienen quasi nur zur Unterhaltung und haben keine weiteren Auswirkungen im Spiel.

Verändert sich der IV durch die Entwicklung eines Pokémon?

Nein, die Entwicklung eines Pokémon hat keinen Einfluss auf seinen IV. Stattdessen ändern sich bei Entwicklungen die Attacken eines Pokémon zufällig. Sie sind am Ende mit der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, gute Pokémon zum Angreifen und Verteidigen von Arenen zu besitzen.

Wie kann ich den IV berechnen?

Keine Panik: Ihr müsst den IV nicht selbst ermitteln. IV-Rechner gibt es zum Beispiel als Android-App, die Ihr nicht im Play Store findet, sondern als APK herunterladen und per Sideload installieren müsst. Für die App müsst Ihr die englischen Namen der Pokémon kennen.

Braucht Ihr den IV-Rechner nicht unterwegs, dann könnt Ihr auch eine Tabelle oder diese Web-Version im Browser nutzen. Sie zeigt sogar, anders als die App, an, welche Höchstwerte bei Wettkampfpunkten und Kraftpunkten Kicklee, Niantic, Spoofer und Co. mit dem Maximum an Power-Ups erreichen können.

Der Poké Assistant errechnet den Individual Value von Pokémon in Pokémon GO.(© 2016 CURVED)

Was bedeuten die verschiedenen Prozentangaben im IV-Rechner?

Gebt Ihr die WP, KP und Sternstaub-Kosten eines Pokémon ein, lassen sich daraus meistens verschiedene IV berechnen. Da man auf den ersten Blick nicht sofort sagen kann, ob ein 10/10/10-Pokémon oder ein 12/12/7-Pokémon besser ist, steht hinten in der Zeile der Prozentwert, der angibt, wie nahe ein Pokémon mit dieser Kombination an den perfekten 100 Prozent ist. Im ersten Schritt liefern die IV-Rechner nur diese verschiedenen Varianten. Wollt ihr die Werte Eures Pokémon genauer wissen, dann müsst Ihr dafür etwas tun.

Bei diesem Hypno besteht nach dem Power-Up kein Zweifel mehr an seinem IV.(© 2016 CURVED)

Haben zwei Pokémon mit dem gleichen IV den gleichen Höchstwert für die WP?

Nein. Bleiben wir beim Beispiel eines Hypno mit dem guten IV von 15/13/15, so wird er nicht die gleichen Wettkampfpunkte haben wie ein Hypno mit 13/15/15, obwohl sie beide nahezu perfekt sind. Wollt Ihr Pokémon mit maximalen Wettkampfpunkt leveln, dann braucht Ihr solche mit einem Angriffsbonus von 15, da dieser Wert die WP beeinflusst. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass ein Pokémon mit schlechterem Prozentwert sogar mehr WP haben kann – solange sein Angriffsbonus nur groß genug ist.

Wie grenze ich große Prozentwerte für meine Pokémon besser ein?

Genauer lässt sich der IV eines Pokémon nur eingrenzen, wenn Ihr Sternstaub und Bonbons für ein Power-Up ausgebt. Vergleicht bei den oben verlinkten Rechnern der WP und KP vor und nach der Verbesserung - und sie werden Euch genauere Angaben zum IV liefern. Wollt Ihr keinen Sternenstaub und Bonbons dafür verschwenden, bliebe noch die aufwändige Möglichkeit, den Datenverkehr zwischen Eurem Smartphone mit Pokémon GO und den Servern auszulesen.


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