Amazon verabschiedet sich vom Dash Button – zumindest teilweise

Virtuelle Dash Buttons will Amazon weiterhin anbieten
Virtuelle Dash Buttons will Amazon weiterhin anbieten(© 2017 TechCrunch / Amazon)

Kein Bestellen auf Knopfdruck mehr – Amazon wird den "Dash Button" künftig nicht mehr anbieten. In Deutschland waren die Knöpfe zum Nachbestellen ohnehin umstritten: Gegen den Versandhandelsriesen lief diesbezüglich eine Klage, die Verbraucherschutz als Grundlage hatte.

Amazon hat das Angebot der Dash Buttons allerdings auf der ganzen Welt eingestellt, wie CNET berichtet. Der Grund liegt dem Unternehmen zufolge darin, dass die virtuelle Version der Bestellknöpfe die physischen Buttons ersetzt. Außerdem gebe es Dienste wie beispielsweise "Alexa Shopping", mit denen Nutzer genauso schnell Produkte ordern können. Wenn ihr einen physischen Button besitzt, sollt ihr diesen aber weiterhin verwenden können.

Gericht: Buttons sind intransparent

Anfang Januar 2019 hatte ein Gericht Amazon untersagt, den Dash Button in Deutschland anzubieten. Begründet wurde das Urteil mit Intransparenz: Der Kunde wisse nicht, was er eigentlich zu welchem Preis bestelle. Amazon hatte erwartungsgemäß gegen das Urteil Berufung eingelegt. Es ist nicht ganz klar, ob der Rechtsstreit mit dem aktuellen Schritt Amazons nun beendet ist.

Im April 2015 hat Amazon den Dash Button eingeführt. Über einen physischen Knopf können Kunden damit ein bestimmtes Produkt ordern, dessen Logo darauf gedruckt ist. Es kann zum Beispiel praktisch sein, an der Waschmaschine einen solchen Knopf zu befestigen, sodass einfach Waschmittel nachbestellt werden kann, wenn es zur Neige geht. Den virtuellen Dash Button, der den physischen nun ersetzen soll, gibt es in Deutschland seit März 2018.


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