Android-Apps wissen mitunter, wenn ihr sie deinstalliert habt

App-Herausgeber wollen so viele Informationen zu eurer Nutzung erhalten wie möglich
App-Herausgeber wollen so viele Informationen zu eurer Nutzung erhalten wie möglich(© 2018 CURVED)

Hat ein Nutzer meine App deinstalliert? Diese Frage stellen sich offenbar etliche Herausgeber von Android-Anwendungen – und versuchen, darauf auch eine Antwort zu erhalten. Anschließend können sie ihre Werbung darauf ausrichten.

Viele App-Entwickler tracken das Nutzerverhalten, um daraus Informationen zu beispielsweise viel genutzten Features abzuleiten, damit sie diese weiterentwickeln können. Manche Herausgeber wollen aber noch mehr wissen: zum Beispiel auch, wenn ein Nutzer die App deinstalliert hat, berichtet Bloomberg. So können sie anschließend versuchen, den Nutzer von der erneuten Installation zu überzeugen. Möglich machen dies angeblich externe Dienstleister.

Push-Nachrichten als Schlüsselloch

So gebe es bestimmte Tracker, die darauf spezialisiert sind, den Zeitpunkt der Deinstallation festzustellen. Dazu senden sie angeblich versteckte Mitteilungen an die Smartphones der Nutzer, was diese in der Regel nicht mitbekommen. Antwortet die App mehrmals nicht, ist davon auszugehen, dass die gelöscht wurde. Anschließend kann der App-Herausgeber gezielt Werbung an diese Nutzer ausspielen.

Es ist aber nicht bekannt, wie viele solcher Dienste es gibt und wie weit sie verbreitet sind. Der Google Play Store und auch Apples App Store bieten keine Möglichkeit dieser Art zum Tracken der Nutzer. Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem etwa Google Entwicklern den Zugriff auf bestimmte Daten verweigert. Einem Sicherheitsforscher zufolge sei ein Android-Smartphone insgesamt sicherer als ein PC. Vor allem ältere Geräte sind aber nur schlecht vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt.


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