App in den Urlaub: Google Street View unterstützt Cardboard

Auf Knopfdruck teilt sich der Bildschirm in der Street-View-App von Google.
Auf Knopfdruck teilt sich der Bildschirm in der Street-View-App von Google.(© 2015 CURVED)

Brille auf und ab in den Urlaub: Google Street View gibt es nun auch mit Cardboard-Unterstützung für iOS und Android. Ich bin dann mal weg!

Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als Google Earth die Menschen zu Hause an die PC-Monitore fesselte? Mit dem Programm konnte man damals (und kann man heute immer noch) durch die Welt jetten, ohne den Schreibtisch zu verlassen. Satellitenbilder machen es möglich. Danach hat Google angefangen, mit den berühmten und berüchtigten Street-View-Autos die Welt in 3D zu erfassen. Jetzt erhält die Street-View-App einen Cardboard-Button. Damit macht Euch Google jeden erfassten Ort per Virtual Reality erlebbar.

In der App sucht Ihr Euch einfach ein nettes Plätzchen aus.(© 2015 CURVED)

Damit das Ganze funktioniert, braucht Ihr nichts weiter als ein Android-Smartphone oder ein iPhone samt installierter Street-View-App (Play-Store-Link, App-Store-Link) und eine Cardboard-Brille. Wie Ihr selbst eine bastelt, haben wir Euch an dieser Stelle schon einmal gezeigt. Wollt Ihr lieber ein fertiges Cardboard kaufen, haben wir hier ein paar Modelle von deutschen Herstellern getestet, die allesamt zwischen 7 und 15 Euro zu haben sind. Habt Ihr alles beisammen, öffnet Ihr einfach die Street-View-App, sucht Euch einen Ort aus, den Ihr Euch ansehen wollt und tippt auf den Cardboard-Button.

Madrid oder Mailand - Hauptsache Italien

Danach steht Euch das Tor zur Welt offen. Ihr könnt Euch zum Beispiel die Freiheitsstatue samt Liberty Island ansehen. Auch der virtuelle Besuch in der Allianz Arena in München ist kein Problem. Sehr schön sind Naturaufnahmen, etwa aus dem Yosemite-Nationalpark, noch beeindruckender allerdings die Unterwasserbilder vor der Küste vom australischen Bundesstaat Queensland. Wie vom PC und Smartphone bekannt, könnt Ihr Euch in der Cardboard-Version durch das Bild bewegen, in dem Ihr auf die auftauchenden Pfeile klickt. Zum Klicken benutzt Ihr den Magnetschalter auf der linken Seite. Einfacher geht es nicht.

Navigieren könnt Ihr über die Pfeile. Per Fingertip auf den Cardboard-Button setzt die App das Bild für die Pappbrille um.(© 2015 CURVED)

Die ambitionierten Fotografen unter Euch können auch eigene Bilder aus Google Fotos importieren oder mit Hilfe der Aufnahmetaste Photo-Sphere-Bilder erstellen. Beim iPhone könnt Ihr dazu die App benutzen. Unter Android, ich habe es beim Motorola Moto X Style ausprobiert, öffnet sich die Kamera-App. Übrigens läuft die Software auf Android-Smartphones deutlich stabiler. Auf dem iPhone ist sie mir beim Ausprobieren zweimal eingefroren. Hoffentlich schiebt Google da schnell ein Update nach.

Fazit: Cool, wenn Euer Smartphone-Display hoch auflöst

Ich finde die Steet-View-Bilder auf der Cardboard sind eine feine Sache - vorausgesetzt man hat ein Smartphone mit hochauflösendem Display. Sonst wirken die Bilder schnell schwammig. Mit dem Moto X Style (2560 x 1440 Pixel) war das kein Problem. Auch mit dem iPhone 6 sahen die Bilder noch okay aus. Die Sache hat eigentlich nur noch einen Haken: Hat man sich bei den aktuell herrschenden Temperaturen erst einmal virtuell an einen paradiesischen Urlaubsort begeben, will man vielleicht gar nicht mehr zurückkommen.


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