Apple vs. FBI: Bill Gates schlägt sich auf die Seite der Regierung

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Bill Gates sieht das FBI mit seiner Forderung an Apple im Recht
Bill Gates sieht das FBI mit seiner Forderung an Apple im Recht(© 2016 CC: Flickr/Thomas Hawk)

Bill Gates unterstützt das FBI: Seit einiger Zeit streitet sich die Sicherheitsbehörde der USA mit Apple, um Zugriff auf Daten eines bestimmten iPhones zu erwirken. Das Gerät gehörte einem Mörder, und das FBI erhofft sich durch die Daten neue Erkenntnisse; doch Apple weigert sich bislang, um die allgemeine Sicherheit seiner Geräte zu gewährleisten.

Bill Gates vertritt die Ansicht, dass Apple dem FBI in der Sache helfen sollte: "Dies ist ein spezieller Fall, in dem die Regierung um Zugang zu Informationen bittet", sagte der Microsoft-Gründer in einem Interview, wie Mashable berichtet. "Sie fragen nicht im Allgemeinen, sondern in einem besonderen Fall."

Microsoft ist gegen Hintertüren in Produkten

Gates begründet seine Haltung damit, dass es in der Angelegenheit nicht darum ginge, Verschlüsselung per se zu untergraben. Auch Mobilfunkunternehmen oder Banken könnten der Regierung in speziellen Fällen Zugriff auf kundenspezifische Daten erlauben, damit ein Verbrechen aufgeklärt werden kann. Er wies aber auch darauf hin, dass es Sicherungen geben sollte, wenn die Regierung Zugriff auf solche Informationen erhalte. Microsoft hat sich als Unternehmen nicht offiziell zu dem Fall geäußert; der Tech-Gigant sei aber Mitglied einer Organisation zur Beobachtung der Regierung, die der Ansicht ist, dass Unternehmen keine Verpflichtung hätten, Hintertüren in ihre Produkte einzubauen.

Das FBI verlangt von Apple Zugriff auf ein iPhone 5c, das offenbar einem Attentäter gehört hat. Apple will diesen Zugang nicht ermöglichen, da so auch in Zukunft die Daten anderer Geräte in Gefahr seien. Das Dilemma ist offensichtlich: Zwar will Apple der Regierung in dem speziellen Fall helfen, aber keine Schnittstelle einrichten, die auch künftig zum Knacken der Sicherheitssperre von iPhones verwendet werden könnte. Apple selbst hat sein Vorgehen bereits auf einer Webseite erklärt. Das Unternehmen aus Cupertino erhält in dem Fall prominente Unterstützung, so zum Beispiel von Google und WhatsApp.


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