Apple vs. FBI: Hat doch nicht Cellebrite das iPhone gehackt?

Bei neueren Geräten wie dem iPhone 6s soll die Hacker-Methode nicht funktionieren
Bei neueren Geräten wie dem iPhone 6s soll die Hacker-Methode nicht funktionieren(© 2015 CURVED)

Cellebrite soll dem FBI doch nicht geholfen haben: Das Unternehmen aus Israel war offenbar nicht direkt daran beteiligt, für die US-Regierungsorganisation ein iPhone 5c zu knacken. Stattdessen soll eine Gruppe an Hackern angeworben worden sein.

Die Hacker sollen eine zuvor unbekannte Lücke gefunden haben, die den Zugriff auf das iPhone ermöglichte, berichtet die Washington Post. Das FBI habe die Gruppe mit einer einmaligen Zahlung für ihre Dienste entlohnt. Die Informationen der Hacker sollen dabei geholfen haben, eine Software zu schreiben, die das Sicherheitssystem des Apple-Smartphones aushebelt. Den vierstelligen Code zu knacken, dauere nur etwa 26 Minuten – problematisch sei hingegen die iOS-Funktion, nach mehrmaliger falscher Eingabe alle gespeicherten Daten zu löschen.

Methode nur beim iPhone 5c anwendbar

Bei der Gruppe, die dem FBI geholfen haben soll, handelt es sich angeblich um sogenannte "Grey Hat"-Hacker. Diese nutzen gefundene Lücken in Systemen, um sie wie im vorliegenden Fall an Regierungsbehörden zu verkaufen. Sie stehen im Gegensatz zu den "White Hat"-Hackern, die den Herausgeber der Software über die Lücke informieren, und den "Black  Hat"-Hackern, die mit ihrem Wissen unter anderem persönliche Daten von Nutzern stehlen.

Bisher war angenommen worden, dass die israelische Sicherheitsfirma Cellebrite dem FBI beim Knacken des iPhones geholfen hat. Cellebrite soll darüber hinaus kurz davor sein, die Daten eines iPhone 6 extrahieren zu können. Die Methode, die zum Knacken des iPhone 5c verwendet wurde, soll nur für dieses Smartphone funktionieren. Zudem müsse iOS 9 als Betriebssystem installiert sein.


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