ARD Mediathek und Co.: WDR fordert höheren Rundfunkbeitrag

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Das öffentlich-rechtliche Angebot beinhaltet auch Video-Streaming
Das öffentlich-rechtliche Angebot beinhaltet auch Video-Streaming(© 2017 CURVED)

1,4 Milliarden Euro nimmt der WDR jährlich ein. Offenbar mittelfristig zu wenig, um das eigene Angebot zu finanzieren. Nur dank der vorhandenen Rücklagen sei die Finanzierung bis 2020 gesichert, heißt es in einer Pressemitteilung. Danach sei eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags dringend erforderlich.

"Dass der WDR noch schwarze Zahlen schreiben kann, haben wir einem harten Sparprogramm zu verdanken. Gleichzeitig konnte der WDR nur so in die neuen digitalen Medien investieren", erklärt Andreas Meyer-Lauber, der dem Rundfunkrat vorsitzt. "Ein weiteres Einfrieren des Rundfunkbeitrags nach 2020 würde die Leistungen des WDR wie auch der ARD ernsthaft gefährden."

WDR baut Stellen ab

Ein breites, hochwertiges Programmangebot für alle sei für den Rundfunkrat "das Maß aller Dinge", heißt es weiter. Dieses müsse weiterhin staatsfern finanziert sein, damit Objektivität und wirtschaftliche Unabhängigkeit gewährleistet blieben. Das erwähnte Sparprogramm des WDR beinhaltet auch den Abbau von Arbeitsplätzen. Seit 2016 fallen Stellen weg. Bis zum Jahr 2021 sollen rund 500 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Die weitere Entwicklung hänge im Wesentlichen von der künftigen Höhe des Rundfunkbeitrags ab. Aktuell liegt dieser bei monatlich 17,50 Euro pro Wohnung. Zuvor musstet ihr jedes einzelne Rundfunkgerät anmelden. Der Rundfunkbeitrag finanziert sowohl das öffentlich-rechtliche Programm im TV und Radio als auch das Angebot im Internet.

Genauere Informationen zur Verwendung des Rundfunkbeitrags erhaltet ihr zum Beispiel auf der Webseite der ARD: 2016 und 2017 seien von den 17,50 Euro monatlich 12,31 Euro an die ARD geflossen. Der Anteil von ZDF, Deutschlandradio und Landesmedienanstalten habe zusammen 5,19 Euro betragen.


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