Cook und Co. treffen sich mit Republikanern: Team America vs. Donald Trump

Donald Trump im Visier von Republikanern und Tech-CEOs
Donald Trump im Visier von Republikanern und Tech-CEOs(© 2016 CC: Flickr/Marc Nozell)

Das Setting könnte aus "James Bond" oder "House of Cards" stammen: Auf einer Insel vor dem US-Bundestaat Georgia treffen sich Milliardäre, Tech-CEOs und Vertreter der Republikaner unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Ziel: Donald Trump stoppen!

Offiziell handelte es sich bei dem Treffen um das so genannte AEI World Forum, ein Zusammentreffen von Vertretern aus Industrie und Politik in den USA. Das hat schon seit Jahren Bestand und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das war auch 2016 der Fall. Allerdings verfasste der politische Kolumnist Billy Kristol vom Weekly Standard einen Report zum Geheimtreffen.

Deswegen wissen wir nun: Hinter den Kulissen ging es unter anderem darum, dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Einhalt zu gebieten. Brisant: Zu den Teilnehmern des World Forums gehörten nicht nur Apple-CEO Tim Cook, Alphabet-Boss und Google-Mitgründer Larry Page, Tesla- und SpaceX-CEO Elon Musk und Sean Parker, Napster-Gründer und Facebook-Investor, sondern auch zahlreiche Politiker der Republikanischen Partei. Das ist übrigens die Partei, für die Trump in den Wahlkampf um die US-Präsidentschaft ziehen möchte.

Ein Geist namens Trump

"Ein Geist suchte das World Forum heim - der Geist von Donald Trump", schrieb Kristol laut Huffington Post in einem Bericht. Es gebe viel Unzufriedenheit über sein Auftreten, so Kristol weiter. Es habe auf der Konferenz ziemlich viele einfühlsame und nachdenkliche Gespräche darüber gegeben, wie sich Trump so gut schlagen konnte und viele Ausdrücke der Hoffnung, dass er besiegt werden würde.

Schade: Wie genau sich die Tech-Vertreter zum Fall Trump äußern, verrät Kristol nicht. Allen voran Tim Cook hätte Grund dazu, aus der Haut zu fahren. Immerhin wolle Trump nach erfolgreicher Wahl Apple dazu zwingen, "seine verdammten Computer" in den USA zu bauen. Außerdem schlug sich der Geschäftsmann in der Streitfrage, ob Apple dem FBI dabei helfen solle, ein iPhone zu entsperren, wenig überraschend auf die Seite der Bundesbehörde. Der genaue Wortlaut war laut MacRumors: "Was glauben die eigentlich, wer die sind?"

Auch Tim Cook soll vor Ort gewesen sein

Eben jene Debatte um die iPhone-Verschlüsselung war auch auf der Konferenz die Streitfrage. Eine Quelle der Huffington Post berichtet, dass Cook und Arkansas Senator Tom Cotton heftig miteinander diskutierten. Jedem sei es unangenehm gewesen, wie feindlich Cotton war. Der Senator sei gegenüber dem Apple-CEO sehr harsch aufgetreten.

Wie es sich für ein filmreifes Geheimtreffen gehört, hat die AEI natürlich nicht bestätigt, dass irgendein CEO auch nur in der Nähe von Georgia gewesen sei. Öffentlich einsehbare Flugdaten belegen aber, dass am Tag nach dem World Forum zahlreiche Privat-Jets von der Insel Richtung San José unterwegs waren, dem Wohnort etlicher Tech-CEOs.


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