Edward Snowden rät von Dropbox, Facebook und Google ab

Datenschutz ist Euch ein wichtiges Anliegen? Edward Snowden bekanntermaßen auch. Der ehemalige US-Geheimdienstler hat drei einfache Tipps zum Schutz Eurer Privatsphäre im Internet: Meidet Dropbox, Facebook, Google und unverschlüsselte Messenger – und auch iOS 8 sei nicht so verschlüsselt wie behauptet wird.

Auf der Bühne des New Yorker Festivals war der Friedensnobelpreis-Nominierte für ein Interview aus seinem russischen Exil zugeschaltet, in dem er knapp über eine Stunde natürlich über das Thema sprach, das ihn zu einem berühmten, aber auch gesuchten Mann machte: Datensicherheit. Auf Möglichkeiten angesprochen, wie jeder selbst seine Privatsphäre schützen könne, war Snowden nicht verlegen, von konkreten Diensten abzuraten, die seiner Meinung nach “ablehnend gegenüber Privatsphäre” seien.

Snowden empfiehlt sicherere Dienste

Allen voran nannte er den Online-Speicherdienst Dropbox als Beispiel. “Schafft Dropbox ab! Es unterstützt keine Verschlüsselung, es schützt Eure privaten Dateien nicht.” Es ist nicht das erste Mal, dass Snowden Dropbox angreift und bereits zuvor verteidigte sich der Dienst in einem Blog-Eintrag gegen die Vorwürfe. Immerhin nennt der Kritiker auch eine Alternative: “Nutzt Wettbewerber wie SpiderOak, die exakt denselben Service anbieten, nur dass sie die Inhalte schützen, die Ihr teilt.”

Auch Google und Facebook nennt Snowden trotz ihrer Bemühung um bessere Datensicherheit “gefährliche Dienste”, um die Ihr einen Bogen machen solltet. Auch rät er, keine unverschlüsselten Textnachrichten zu verschicken, wenn es doch abgesicherte Dienste wie RedPhone oder Silent Circle gebe.

iOS 8 ist trotz Verschlüsselung nicht sicher vor Fremdzugriff

Zudem äußerte sich der Whistleblower zur standardmäßigen Verschlüsselung von iOS 8, die Apple bereits Kritik vom FBI einbrachte, weil es damit angeblich nicht möglich sei, an Nutzerdaten heranzukommen – selbst für Apple selbst und damit auch für Behörden mit entsprechenden Durchsuchungsbefehlen. Snowden zufolge können entsprechende Befugnisse immer noch eingeholt werden, die vollständigen Zugriff auf verdächtige Smartphones erlauben und auch den Schlüssel zu den verschlüsselten Daten enthalten würden.


Weitere Artikel zum Thema
WhatsApp für iOS erlaubt schon bald Teilen von bis zu 30 Bildern auf einmal
Michael Keller
WhatsApp für iOS soll in naher Zukunft ein Update erhalten
WhatsApp für iOS soll bald ein praktisches Feature erhalten: Künftig könnt Ihr offenbar mit der App bis zu 30 Bilder auf einmal verschicken.
Nintendo Switch: Die Liste der zusätz­li­chen Kosten wird immer länger
Stefanie Enge3
Peinlich !26Die Nintendo Switch bringt viele Kosten mit sich und ist dadurch eigentlich genauso teuer wie die technisch überlegenen Konsolen von Sony und Microsoft
Die Nintendo Switch kostet etwa 330 Euro – doch da kommen noch einige Kosten obendrauf, bis Ihr komfortabel losspielen könnt.
Google Allo: Update bringt Chrome Custom Tabs und verspricht Span­nen­des
Marco Engelien
Her damit !5Allo
Google Allo erhält das Update auf die Version 5.0. In der könnt Ihr Links direkt im Messenger öffnen. Ein spannenderes Feature kommt erst später.