Ello-FAQ: Das solltet Ihr über das Anti-Facebook wissen

Ello positioniert sich klar als Anti-Facebook
Ello positioniert sich klar als Anti-Facebook(© 2014 Ello)

Mit Ello schickt sich erneut ein soziales Netzwerk an, den Platzhirsch Facebook vom Thron zu stoßen. Die Macher setzen auf ein rudimentäres Layout mit wenig Text, gar keiner Werbung und viel Freiheit – und attackieren Facebook offensiv mit den Worten, es sei "kein richtiges Social Network". Doch was bietet die neue Plattform wirklich?

Was ist überhaupt dieses Ello?

Ello ist ein soziales Netzwerk, das erst 2014 gegründet wurde. Seitdem diverse US-Medien Ende September über das neue Social Network berichteten, hat sich die Webseite zum gehypten Anti-Facebook und neuem viralem Trend entwickelt. Ello will vor allem Facebook-Nutzer auffangen, die wegen der zunehmenden Werbung und der undurchsichtigen Datenschutzeinstellungen frustriert über den Marktführer sind. Mitmachen darf bei Ello bislang nur, wer eine Einladung erhält. Der Zuspruch ist allerdings enorm, pro Stunde sollen sich mehr als 30.000 Nutzer bewerben.

Ello will das coole Anti-Facebook sein

Um neue Nutzer zu ergattern, positioniert sich Ello ganz klar als Facebook-Alternative – allerdings ohne Werbung, ohne Klarnamen-Zwamg, ohne undurchsichtige Datenschutz-Richtlinien. Selbst Nacktbilder sind bei Ello erlaubt, wenn der Account mit der Warnung NSFW (Not Safe for Work) markiert ist. Bereits verfügbare und kommende Features will Ello ganz transparent in der Hilfe-Sektion auflisten. Überhaupt gibt man sich bei Ello betont cool, die Hilfesektion heißt beispielsweise wtf (What The Fuck).

Diese Funktionen bietet Ello

Von den Features her ähnelt Ello trotz der reduzierten Präsentation dem großen Konkurrenten Facebook. Anderen Nutzern folgt man ähnlich wie bei Twitter, alle Profile sind dabei innerhalb des Netzwerks öffentlich zugänglich. Nutzer, denen man folgt, unterteilt Ello in "Friends" und "Noise". Unter "Friends" werden diejenigen Personen gesammelt, deren Statusupdates Euch tatsächlich am Herzen liegen und die auch vergrößert dargestellt werden. "Noise" hingegen sammelt sämtliche Bekannte und Kanäle, von denen Ihr Euch ab und an berieseln lassen wollt. Von Facebook gewohnte Funktionen wie einen Like- oder Teilen-Button sucht Ihr allerdings vergeblich, Interaktion zwischen Nutzern ist nur über Kommentare möglich.

Diese Leute stecken hinter Ello

Ello wurde vom Kidrobot-Designer Paul Budnitz zusammen mit dem Design-Büro Berger & Föhr und den Entwicklern von Mode Set entwickelt. Gestartet wurde das soziale Netzwerk bereits im März 2014, allerdings wurde Ello erst im September zu einem viralen Trendthema.

Kann Ello überhaupt gegen Facebook ankommen?

Vor Ello haben sich bereits viele verschiedene Netzwerke wie Diaspora oder App.net am Sturz von Facebook versucht – und sind gescheitert. Ob die Newcomer gegen den Zuckerberg-Riesen mit seinen mehr als eine Milliarde Mitgliedern ankommt, darf also zumindest bezweifelt werden. Falls Ihr jedoch keine Lust mehr auf Facebook und seine zunehmende Werbung habt, ist Ello vielleicht einen Blick wert. Erwartet nur nicht die gleichen Features wie beim Social-Network-Riesen.


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