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Facebook trackt Surf-Verhalten auch ohne Like-Buttons

Facebook will in Zukunft sehr viel mehr Daten auswerten als nur Eure Posts und Klicks auf Like-Buttons
Facebook will in Zukunft sehr viel mehr Daten auswerten als nur Eure Posts und Klicks auf Like-Buttons (© 2014 Facebook, CURVED Montage )
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17.06.14 von

Guido Karsten

Neue Wege, um personalisierte Werbung zu schalten: Wenn Facebook Euer Surf-Verhalten analysieren möchte, dann geschieht dies offenbar bald nicht mehr nur über das Einsammeln von Informationen, die direkt mit dem sozialen Netzwerk zusammenhängen. Stattdessen will Facebook künftig offenbar jeden Seitenaufruf registrieren, solange sich darauf irgendeine Form von Facebook-Code befindet – Ihr müsst nicht einmal klicken.

Dabei spielt es laut The Times Of India keine Rolle, ob die besuchte Seite nur einen Like-Button, eine Facebook-Anmeldemaske oder ein anderes Stück Code mit Verbindung zum Social Network enthält. Auch soll kein Klick auf einen solchen Like- oder Login-Button nötig sein, damit Facebook von Eurem Besuch auf der Seite erfährt.

Bisher hat Facebook nur Likes und Posts ausgewertet, um Werbung gezielt auf Euch auszurichten. Der neue Mechanismus zum Sammeln von Daten über Euer Surf-Verhalten deckt ein völlig anderes Spektrum ab. Er sammelt auch Daten über das Surf-Verhalten derjenigen, die Facebook eher als passive Informationsquelle verwenden und selten etwas im sozialen Netzwerk mitteilen oder den "Gefällt mir"-Button betätigen.

Daten sollen zur Erstellung von Nutzer-Profilen genutzt werden

Wie The Times Of India weiter berichtet, arbeitet Facebook darauf hin, eine große Datenbank zu erstellen, die dabei helfen soll, Werbung noch gezielter einzusetzen. Große Datenhändler wie Acxiom und Datalogix sollen hierzu aus den Rohdaten Nutzerprofile erstellen, die wiederum entgeltlich den Werbetreibenden zugänglich gemacht werden.

Die Europäische Kommission und andere Länder sehen speziell darin ein Problem, dass Facebook die Daten automatisch einsammelt ohne um Erlaubnis zu fragen und es Nutzern nur ermöglicht, dies nachträglich zu verbieten. Eine deutlich angenehmere Lösung wäre das umgekehrte Prinzip: Daten von Facebook-Nutzern sollten nur dann gesammelt und verwertet werden, wenn vorher auch eine bewusste Anmeldung zur automatischen Aufzeichnung des Surf-Verhaltens stattgefunden hat.

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