Facebook will Euch Texte direkt mit Eurem Gehirn schreiben lassen

Nicht nur Google und der Space X-Gründer Elon Musk sind für sogenannte Moonshots, also für Investitionen in geradezu unglaublich klingende Projekte, zu haben. Facebook hat am 19. April 2017 auf seiner jährlich stattfindenden F8-Konferenz selbst ein solches Vorhaben vorgestellt, wie CNET berichtet: die Entwicklung einer direkten Verbindung zwischen Gehirn und Computer.

Facebook zufolge kann ein Gehirn allein in einer Sekunde ein ganzes Terabyte an Daten verarbeiten, was etwa 40 hochauflösenden Spielfilmen entspricht. Genauso sei auch die Geschwindigkeit von Gedanken sehr viel höher als die gesprochener Worte. Regina Dugan, die Facebooks Forschungsabteilung "Building 8" leitet, vergleicht das Sprechen gar mit einem Computermodem aus den 80er Jahren. Sie will die hohe Geschwindigkeit von Gedanken mithilfe einer Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer nutzbar machen.

Nur externe Sensoren

Um Gedanken in eine Form zu bringen, die ein Computer verstehen kann, müssen sie zunächst mittels Sensoren aufgefangen werden. Facebook ist selbstverständlich nicht das erste Unternehmen, das an solch einer Technologie arbeitet. Während viele Forscher zur Aufnahme von Gehirnwellen aber auf implantierte Sensoren setzen, möchte Facebook nur Sensoren einsetzen, die außerhalb des Kopfes in Form von Wearables angebracht werden.

Wann und ob aus dem Forschungsprojekt von Facebook ein echtes Produkt entstehen könnte, verriet auch Dugan nicht. Die Abteilung hoffe aber darauf, innerhalb von zwei Jahren ein System zu entwickeln, mit dem einem Computer per Gedankenkraft 100 Wörter pro Minute diktiert werden könnten.

Weitere Artikel zum Thema
LOL: Mit dieser Meme-App will Face­book die Jugend zurück­ge­win­nen
Michael Keller
Facebook erreicht junge Leute offenbar nur noch über Umwege
Facebook ist bei Jugendlichen nicht mehr angesagt. Eine Meme-App namens LOL soll dies angeblich bald ändern.
Besser als Face­book: Das ist die belieb­teste App der Welt
Christoph Lübben
Immerhin bleibt Facebook wohl als Unternehmen an der Spitze der beliebtesten Apps
Bislang war wohl Facebook die populärste App. Nun steht offenbar eine andere Anwendung an der Spitze – die ebenso von Facebook stammt.
Zwei-Faktor-Authen­ti­fi­zie­rung für Face­book, Google, Twit­ter & Co einrich­ten
Jan Johannsen
Das Smartphone ist bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht das einzige, aber sicherlich das wichtigste Hilfsmittel.
Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt für mehr Sicherheit beim E-Mail-Konto, in sozialen Netzwerken oder beim Online-Shopping. So richtet ihr sie ein.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.