Fire Phone & Co.: Amazon-Chef gesteht Milliarden-Flops

Jeff Bezos zeigte sich in dem Interview trotz der jüngsten Misserfolge optimistisch
Jeff Bezos zeigte sich in dem Interview trotz der jüngsten Misserfolge optimistisch(© 2014 Amazon)

Misserfolge durch Erfolge kompensieren – so fasste Amazon-Chef Jeff Bezos seine Strategie in einem Interview zusammen. Er gab zu, dass viele seiner Investitionen nicht zum Erfolg geführt haben, will seinen bisherigen Kurs aber auch in Zukunft beibehalten.

"Experimente sind von ihrer Natur aus anfällig für Misserfolge", sagte Bezos auf der Ignition-Konferenz von Business Insider. "Aber ein paar wenige Erfolge kompensieren Dutzende von Dingen, die nicht funktionieren." Zu den Misserfolgen gehöre an erster Stelle das Amazon Fire Phone, dessen Preis innerhalb von kurzer Zeit von 199 Dollar auf 99 Cent gesenkt wurde, da die Zahl der Interessenten zu gering war. Im dritten Quartal 2014 blieb Amazon demnach auf einem Gegenwert von 170 Millionen Dollar sitzen. Insgesamt habe er "Fehler für Milliarden von Dollar" gemacht, so Bezos.

Experimentierfreudig bleiben

Der Amazon-CEO versuchte allerdings auch die vielen Erfolge hervorzuheben, die den Fehlschlägen gegenüberstünden: Amazon Web Services, die E-Book-Reader und Tablets der Kindle-Familie, Amazon Prime und den Amazon Marketplace, auf dem Drittanbieter ihre Produkte verkaufen können. "Was wirklich zählt, ist, dass Unternehmen, die nicht weiter experimentieren – Unternehmen, die Misserfolge nicht in Kauf nehmen – in eine verzweifelte Position gelangen können", sagte Bezos. In dieser Position bliebe es vielen am Ende nur noch übrig, ein "Ave Maria" zu beten.

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