Galaxy S5, One M8 & Google Kamera im Tiefenschärfe-Test

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Google Kamera, das HTC One M8 oder das Samsung Galaxy S5 - alle wollen Euch mit Tiefenschärfe-Effekten beeindrucken.
Google Kamera, das HTC One M8 oder das Samsung Galaxy S5 - alle wollen Euch mit Tiefenschärfe-Effekten beeindrucken.(© 2014 Nexus, HTC, Samsung, CURVED Montage)

Tiefenschärfe ist Trend: Beim Aufnehmen eines Fotos müsst Ihr Euch immer weniger damit beschäftigen, welche Bereich Ihr scharf gestellt haben wollt. Samsung kündigte den selektiven Fokus für das Galaxy S5 bereits bei der Vorstellung im Februar an, HTC zog im März mit dem One M8 und UFocus nach. Seit dem Update im April verfügt die Kamera-App von Google ebenfalls über einen Fokuseffekt.

Wie erzeugen die Hersteller die Tiefenschärfe?

Um den Tiefenschärfe-Effekt zu erreichen wirft Samsung das Foto der 16-Megapixel-Kamera des Galaxy S5 seiner Software zum Fraß vor und stellt euch einen Nah-, einen Weit- und einen Pan-Fokus zu Auswahl. HTC verbaut im One M8 eine zweite Kamera, die die Aufnahmen der 4-Megapixel-Hauptkamera mit Informationen zur Tiefenschärfe ergänzt, so dass Ihr am Ende den Fokuspunkt komplett frei wählen könnt. Die neue Version von Google Kamera ist derzeit nur für Geräte mit Android 4.4 verfügbar, und nimmt mit seinem Fokuseffekt ein Bild mit Tiefenschärfe-Informationen auf. Dazu müsst ihr das Smartphone nach der Fotoaufnahme noch langsam nach oben ziehen. Bei dieser Bewegung sammelt die App die nötigen Informationen für den Fokuseffekt.

Damit der Tiefenschärfe-Effekt zur Geltung kommt, muss sich mindestens ein Objekt näher als zwei Meter vor der Linse Eures Smartphones befinden. Bei Landschaftsaufnahmen oder Makro-Bilder hat der Effekt keine Auswirkungen. Samsung empfiehlt sogar, dass sich das Motiv weniger als 50 cm von der Kamera entfernt befindet und mindestens 1,5 m Abstand zum Hintergrund hat.

Wie gut funktionieren die Tiefenschärfe-Effekte?

Den Fokuseffekt von Google Kamera könnt Ihr nur in der App selber sehen und verstellen. Dabei bewegt Ihr den Fokuspunkt ohne Einschränkungen über das gesamte Bild und legt mit einem Schieberegler zusätzlich fest, wie groß der Tiefenschärfebereich sein soll. Gefällt Euch eine Einstellung speichert Ihr sie ab und teilt Sie über die üblichen Kanäle.

Beim HTC One M8 wählt Ihr das Foto in der Alben-App aus und findet den UFocus unter Bearbeiten -> Effekte. Anschließend setzt ihr den Fokuspunkt völlig frei. Bei Samsung ruft Ihr das mit selektivem Fokus aufgenommene Bild ebenfalls in der Galerie-App auf und entscheidet Euch über Schaltflächen für einen Nah-, Weit- oder Pan-Fokus - bei dem das gesamte Foto mehr oder weniger fokussiert erscheint.

Je nach Motiv sind die Kanten bei allen drei Apps klar und deutlich, teilweise identifizieren sie aber auch Flächen falsch und setzen sie unscharf, obwohl sie in den Vordergrund und nicht in den Hintergrund gehören.

Fazit: Google gewinnt

Beim HTC One M8 erfordert der Tiefenschärfeeffekt dank der zweiten Kamera bei der Aufnahme keine besondere Aufmerksamkeit und lässt sich in in der Nachbearbeitung wunderbar anpassen. Die Google Kamera liefert ebenfalls einen vorzeigbaren Effekt bei der Tiefenschärfe, den Ihr sogar noch mehr beeinflussen könnt als beim One M8. Allerdings müsst Ihr dafür das Smartphone nach dem Auslösen noch leicht nach oben bewegen und einen so Gedanken mehr für die Aufnahme verwenden. Beim Samsung Galaxy S5 genügt es kurz still zu halten, damit das Smartphone mehrere Aufnahmen anfertigen und zusammen setzen kann. Allerdings liefert die Software im Anschluss so schlechte Ergebnisse, dass Ihr lieber die App von Google installieren solltet.


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