"Game of Thrones": Deshalb kommt Staffel 8 erst so spät

Auch der Winter verzögert wohl die "Game of Thrones"-Premiere
Auch der Winter verzögert wohl die "Game of Thrones"-Premiere(© 2017 HBO/Helen Sloan)

Bis zur Premiere der achten Staffel von "Game of Thrones" müssen Fans noch bis 2019 warten. Die Geduld der "GoT"-Anhänger wird also auf eine harte Probe gestellt. Die Gründe dafür, die ScreenRant aufzählt, sind naheliegend.

"Game of Thrones" ist die wohl populärste Sendung der Welt, die in einer achten und letzten Staffel ein großes und krönendes Serienfinale erleben soll. Die Erwartungen an die Produzenten sind entsprechend hoch. Um diese zu erfüllen, brauchen die Regisseure Zeit – und die nehmen sich David Benioff, Daniel Brett Weiss, David Nutter und Miguel Sapochnik. Es gibt schließlich schon genug großartige Serien, die mit einem schwachen Finale in Erinnerung blieben.

Aufwendige Produktion

"Game of Thrones" trägt seit jeher den Ruf, in der Produktion sehr aufwendig zu sein. Die Macher setzen auf eine Kombination aus starken Bildern, Effekten und Geschichten. Demnach dauert es generell schon etwas länger als bei anderen Serien, bis eine Folge fertig ist. Laut einem Variety-Bericht stellt HBO für jede neue Folge ein (für "Game of Thrones"-Verhältnisse) Rekordbudget von 15 Millionen Dollar zur Verfügung. Zum Vergleich: Für die ersten Folgen sollen die Produzenten nur mit sechs Millionen Dollar gearbeitet haben. Allerdings dürften sich seitdem auch die Gagen der Darsteller erhöht haben.

Zwar umfasst die finale Staffel nur sechs Episoden und damit so wenige, wie keine "Game of Thrones"-Staffel zuvor, die Folgen könnten jedoch allesamt länger als 80 Minuten dauern. Bisher konnte noch keine "GoT"-Ausgabe die 80er Marke knacken, durchschnittlich dauerte eine Episode rund eine Stunde.

Verstrickte Story

Was die Fertigstellung im Vergleich zu früheren Staffeln erschwert: Die Geschichten der Charaktere sind längst nicht mehr so isoliert. Einst gab es zwei Crews, die gleichzeitig drehen konnten. Ein Team filmte in Nordirland oder Island, das andere in Kroatien oder Spanien. Durch die enger zusammengewachsene Handlung wird ein paralleler Dreh schwierig bis unmöglich, wodurch sehr viel Zeit verloren geht.

Seit der siebten Staffel ist zudem in Westeros der Winter eingezogen und die kalte Jahreszeit soll erneut in einem realen Winter gedreht werden. Der Luxus kostet also entsprechend Zeit, da im Hochsommer einige Szenen nicht fertig gemacht werden können.

Die Dreharbeiten laufen seit Oktober 2017 und sollen bis in den Sommer 2018 dauern, sagte Sophie Turner (spielt Sansa Stark) bereits im Dezember zu Variety: "Wir haben erst ein Zehntel geschafft und haben noch sechs bis sieben Monate vor uns."

Mehr zu "Game of Thrones" gefällig?

Nun beginnt das lange Warten auf die letzten sechs (!) Folgen. Ob das Ende wirklich so krass wird wie Khal Drogo behauptet oder doch so enttäuschend wie wir prophezeien? Wir dürfen gespannt sein – bis 2019. Denn erst dann geht es in Westeros weiter. Wer so lange nicht warten kann, bekommt bei uns die Chance, sich die Zeit mit GoT-Spekulationen zu vertreiben: Erfahrt zum Beispiel wie es um das Schicksal der Drachen bestellt ist, warum die Schattenwölfe fast so cool und magisch sind wie die Drachen, ob ein simpler Screenshot die Identität des Nachtkönigs gespoilert hat oder ob Jon Snows leiblicher Vater entgegen aller Erwartungen doch noch am Leben ist. Und wer es gar nicht abwarten kann, dass Cersei endlich um die Ecke gebracht wird: Wir haben hier die Kandidaten, die ihr den Tod bringen könnten. In diesem Sinne: Valar morghulis!


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