Google Glass: Nicht für einen Film-Marathon geeignet

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Google Glass
Google Glass(© 2014 CURVED)

Für Google Glass gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten – das Lesen des Wälzers "Krieg und Frieden" gehört nicht dazu. Mit einem entsprechenden Statement reagiert Google auf die zunehmenden Beschwerden über Augenschmerzen, die bei einer zu langen Nutzung der Datenbrille auftreten sollen.

Genau wie bei einer normalen Brille brauche es Zeit, bis sich die Augen an das Wearable gewöhnt hätten. Deshalb sollten Käufer der Brille diese vor allem zu Beginn nur sporadisch tragen, so ein Sprecher von Google. "Wenn jemand eine neue Brille erhält oder zum ersten Mal eine trägt, gibt es immer eine Eingewöhnungszeit, bis Menschen sich daran gewöhnt haben", zitiert die BBC einen Unternehmenssprecher. Auch ist die Brille nicht dafür gedacht, sie ständig auf der Nase zu tragen: "Glass ist für Mikro-Interaktionen da, nicht zum ständigen Starren auf den Bildschirm, das Anschauen eines Film-Marathons an einem Freitagabend oder zum Lesen von 'Krieg und Frieden'"

Auch Optiker warnen

Vor allem die Position des Displays führt offenbar zu den Augenschmerzen – laut eines Optikers der Harvard University ist diese Stellung der Augen für die meisten Menschen ungewohnt. "Die einzigen Menschen, die häufig nach oben gucken, sind Profis wie zum Beispiel Elektriker oder Maler. Die meisten von uns schauen eher geradeaus oder nach unten. Es ist bekannt, dass es nach oben weniger komfortabel ist", wird er von BetaBeat zitiert.

Laut des Google-Sprechers weise auch das Unternehmen selbst auf die Gefährdung hin – auf den Support-Seiten von Google Glass. Die Mitteilung des Konzerns entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da das Wearable augenscheinlich mit der dauerhaften Verfügbarkeit von Daten und Informationen beworben wird.


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