In der Theorie könnte Google Glass das digitale Zeitalter revolutionieren: Mit der Datenbrille habt Ihr sofort die wichtigsten Informationen im Auge – beispielsweise könnt Ihr mit einem Blick auf ein Filmplakat den Trailer abrufen oder aber direkt mit Freunden kommunizieren. Bislang ist dies nur in den USA möglich, und auch dort trifft das Wearable nicht immer auf Gegenliebe.

Informationen vom Smartphone direkt vor das Auge

Google Glass hat die Form einer Brille und wird auch so getragen. Statt des rechten Brillenglases gibt es das sogenannte Prisma. Das ist ein Display, das mit 640 x 360 Pixeln auflöst und Euch oberhalb des normalen Sichtfeldes Daten anzeigt. Laut Google entspricht das Bild auf dem Prisma dem Blick auf ein 25-Zoll-HD-Display aus 2,5 Meter Distanz. Per Tethering-Funktion kommuniziert die Datenbrille mit dem Smartphone des Nutzers. So lassen sich auf dem Prisma zum Beispiel Kurznachrichten anzeigen. Wem das Gestell nicht modisch genug ist, der kann auch auf einen anderen Rahmen setzen – etwa von Diane von Fürstenberg oder von Rayban.

Google Glass mit Internetverbindung

Über das Smartphone kann Google Glass auch auf das Internet zugreifen und sich entsprechende Informationen holen – zum Beispiel eine Wegbeschreibung. Die Kommandos, was auf dem Prisma erscheinen soll, bekommt die Datenbrille über Sprachsteuerung oder Berührungen des rechten Brillenbügels. Da Google Glass bislang nur in den USA verfügbar ist, bringen diese Features hierzulande noch nicht so wirklich viel, wie wir im Alltagstest festgestellt haben.

Immerhin: Schon bald könnte der Release der Datenbrille auch in Deutschland erfolgen, dann dürften die Funktionen auch hierzulande angepasst werden; in Großbritannien ist sie bereits verfügbar. Wichtig ist hierbei aber auch die Frage nach der Akzeptanz – denn in seinem Heimatland macht sich das Wearable nicht nur Freunde. Das liegt daran, dass Ihr mit der smarten Brille jederzeit und unbemerkt Fotos machen könnt. Manche Leute fühlen sich dadurch überwacht, auch wenn es praktische Apps dagegen gibt.

Datenbrille mit modernem Gestell

Als Prozessor verwendet Google Glass einen zweikernigen OMAP 4430 mit einer Taktung von 1,2 GHz in Verbindung mit 1 GB Arbeitsspeicher – hier ist aber bereits eine weitere Version in Planung. Der interne Speicher umfasst 16 GB, von dem allerdings nur 12 GB durch den Nutzer selbst belegt werden können. Als Betriebssystem kommt zunächst Android 4.4.2 zum Einsatz. Zudem sind in der Datenbrille ein In-Ear-Lautsprecher und eine 5-Megapixel-Kamera mit HD-Video-Funktion verbaut. Spezielle Apps sollen noch mehr Funktionen für Google Glass ermöglichen. Google Glass soll nach abgeschlossener Testphase für einen Preis zwischen 300 und 500 Euro erscheinen, während des Explorer-Programms lag dieser bei 1500 Dollar.