Google Glass: Testbericht, News und Fotos

Testergebnis
7.9
Google Glass
Top
  • Coolness-Faktor
  • Zeitersparnis bei Fotos
  • gute Spracherkennung
  • praktische Soundwiedergabe
  • gutes Display
Flop
  • geringe Akkulaufzeit
  • Kribbeln beim Telefonieren
  • umständliches Browsen
  • kompliziertes Bedienkonzept
  • wenig Apps

In der Theorie könnte Google Glass das digitale Zeitalter revolutionieren: Mit der Datenbrille habt Ihr sofort die wichtigsten Informationen im Auge – beispielsweise könnt Ihr mit einem Blick auf ein Filmplakat den Trailer abrufen oder aber direkt mit Freunden kommunizieren. Bislang ist dies nur in den USA möglich, und auch dort trifft das Wearable nicht immer auf Gegenliebe.

Informationen vom Smartphone direkt vor das Auge

Google Glass hat die Form einer Brille und wird auch so getragen. Statt des rechten Brillenglases gibt es das sogenannte Prisma. Das ist ein Display, das mit 640 x 360 Pixeln auflöst und Euch oberhalb des normalen Sichtfeldes Daten anzeigt. Laut Google entspricht das Bild auf dem Prisma dem Blick auf ein 25-Zoll-HD-Display aus 2,5 Meter Distanz. Per Tethering-Funktion kommuniziert die Datenbrille mit dem Smartphone des Nutzers. So lassen sich auf dem Prisma zum Beispiel Kurznachrichten anzeigen. Wem das Gestell nicht modisch genug ist, der kann auch auf einen anderen Rahmen setzen – etwa von Diane von Fürstenberg oder von Rayban.

Google Glass mit Internetverbindung

Über das Smartphone kann Google Glass auch auf das Internet zugreifen und sich entsprechende Informationen holen – zum Beispiel eine Wegbeschreibung. Die Kommandos, was auf dem Prisma erscheinen soll, bekommt die Datenbrille über Sprachsteuerung oder Berührungen des rechten Brillenbügels. Da Google Glass bislang nur in den USA verfügbar ist, bringen diese Features hierzulande noch nicht so wirklich viel, wie wir im Alltagstest festgestellt haben.

Immerhin: Schon bald könnte der Release der Datenbrille auch in Deutschland erfolgen, dann dürften die Funktionen auch hierzulande angepasst werden; in Großbritannien ist sie bereits verfügbar. Wichtig ist hierbei aber auch die Frage nach der Akzeptanz – denn in seinem Heimatland macht sich das Wearable nicht nur Freunde. Das liegt daran, dass Ihr mit der smarten Brille jederzeit und unbemerkt Fotos machen könnt. Manche Leute fühlen sich dadurch überwacht, auch wenn es praktische Apps dagegen gibt.

Datenbrille mit modernem Gestell

Als Prozessor verwendet Google Glass einen zweikernigen OMAP 4430 mit einer Taktung von 1,2 GHz in Verbindung mit 1 GB Arbeitsspeicher – hier ist aber bereits eine weitere Version in Planung. Der interne Speicher umfasst 16 GB, von dem allerdings nur 12 GB durch den Nutzer selbst belegt werden können. Als Betriebssystem kommt zunächst Android 4.4.2 zum Einsatz. Zudem sind in der Datenbrille ein In-Ear-Lautsprecher und eine 5-Megapixel-Kamera mit HD-Video-Funktion verbaut. Spezielle Apps sollen noch mehr Funktionen für Google Glass ermöglichen. Google Glass soll nach abgeschlossener Testphase für einen Preis zwischen 300 und 500 Euro erscheinen, während des Explorer-Programms lag dieser bei 1500 Dollar.

Alle Spezifikationen
Anbieter/EntwicklerGoogle
Farbeschwarz, blau, rot
Alle passenden Tipps
Die Sony Smartwatch 3 ist eine gute Wahl, da ihr Display auch komplett ohne Hintergrundlicht auskommt
Sony Smart­watch 3: Apps instal­lie­ren und löschen einfach erklärt
Christoph Lübben

Ihr könnt auf der Sony Smartwatch 3 Apps installieren. Wie das ohne Wear OS 2 geht, verraten wir euch in diesem Ratgeber.

Der Google Assistant ist unter anderem in den Google-Home-Lautsprecher integriert
Google Assi­stant: So löscht ihr eure Sprach­auf­nah­men
Sascha Adermann

Der Google Assistant speichert jeden eurer Sprachbefehle. Wir verraten, was Google mit euren Daten macht und wie ihr eure Sprachaufnahmen löscht.

Smarte Lampen von Ikea Tradfri könnt ihr mit Google Home steuern
Google Home: Smarte Lich­ter von Ikea Trad­fri einrich­ten und steu­ern
Christoph Lübben

Ihr habt smarte Leuchten von Ikea Tradfri? Ihr könnt diese mit Google Home verbinden und per Sprache steuern. Wir erklären, was ihr tun müsst.

Auch der kleine Google Home Mini kann zum Telefonieren verwendet werden
Tele­fo­nie­ren mit Google Home: So funk­tio­nie­ren Anrufe mit dem Laut­spre­cher
Guido Karsten

Mit Google Home und Google Home Mini lässt sich auch telefonieren. Nötig sind nur ein paar Einstellungen in der App auf eurem Smartphone.

Euer Google Home versteht viele Kommandos. Einige haben wir für euch zusammengetragen
Google Home: Diese Assi­stant-Befehle soll­tet ihr kennen
Christoph Lübben

Ein Google Home bietet euch viele Möglichkeiten. Wir haben einige lustige und praktische Sprachbefehle für den Google Assistant gesammelt.

Google Home unterstützt nicht nur Streaming-Dienste mit Abo-Gebühren
Google Home: So spielt ihr eigene Musik ab
Guido Karsten

Mit Google Home könnt ihr auch eure eigene Musik hören und nicht nur die von Streaming-Diensten. Besonders einfach ist das durch Google Play Music.