Google plant ein Verfallsdatum für Android

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Viele Geräte, viele Versionen: Das Android-Segment ist unübersichtlich
Viele Geräte, viele Versionen: Das Android-Segment ist unübersichtlich(© 2014 CC: Flickr/.RGB.)

Der Android-Markt heillos fragmentiert: viele Produkte mit vielen unterschiedlichen Android-Versionen. Das Nachsehen habt Ihr, die Nutzer. Das will Google nun ändern und plant angeblich den Entzug von Lizenzen für Hersteller, die zu alte Versionen verwenden.

Das ist zumindest einem internen Memo zu entnehmen, das Android Police vorliegt. Aber ein Android mit Verfallsdatum? Was bedeutet das für Nutzer und vor allem für Hersteller in der Praxis? Tatsächlich würde ein Gerät mit einer sogenannten GMS-Zertifizierung (Google Mobile Services) versehen, wenn das Smartphone oder Tablet den Anforderungen an eine Android-Version genügt.

Hat ein Hersteller das GMS-Zertifikat für seine Geräte, so ist es ihm auch gestattet, die neuesten Google-Apps auf seinen Modellen zu installieren. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Will ein Hersteller die Lizenz, darf er auf seinen Geräte keine alte Android-Version mehr vorinstallieren.

Android-Firmware soll maximal neun Monate "haltbar" sein

Als Besitzer eines HTC One würde ich den Schritt absolut begrüßen. Denn während die Google-Smartphones Nexus 4 bzw. Nexus 5 regelmäßig mit dem aktuellen Android versorgt werden und ein iOS-Update für den iPod touch, das iPhone und das iPad gleichermaßen erhältlich ist, müssen Besitzer anderer Android-Smartphones und -Tablets in Geduld üben - sehr viel Geduld. Erst vor wenigen Tagen kündigte der Hersteller auch, seine europäischen Modelle mit Android KitKat 4.4 auszustatten.

Wie dem Memo weiter zu entnehmen ist, soll die Halbwertszeit für eine Android-Version bei durchschnittlich neun Monaten liegen. Danach wären die Hersteller in der Pflicht, ihre Geräte mit der aktuellen Firmware zu versorgen. Das würde auch bedeuten, dass es keine Smartphones oder Tablets mehr geben würde, die zwei Versionen zurückliegen.

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