Google verbannt schädliche Kamera-Apps aus dem Play Store

Im Google Play Store gibt es viele legitime Apps – und einige schädliche, die es am Sicherheitssystem vorbeischaffen
Im Google Play Store gibt es viele legitime Apps – und einige schädliche, die es am Sicherheitssystem vorbeischaffen(© 2017 CURVED)

Im Google Play Store gibt es viele Kamera-Apps, die euch bessere Fotos versprechen. Einige davon liefern auch schöne Fotos – allerdings an die Entwickler und nicht an euch. Der Suchmaschinenriese hat mehrere Fotografie-Programme von seiner App-Plattform entfernt, die es auf eure privaten Daten abgesehen haben.

Gleich 29 Kamera-Apps hat Google aus dem Play Store entfernt, wie Trend Micro berichtet. Diese haben offenbar Fotos von Nutzern geklaut und an die Macher der Anwendungen geschickt. Unter den Apps waren offenbar auch welche, die großflächig Werbung oder pornografische Inhalte auf dem Smartphone eingeblendet haben, sobald es entsperrt wurde.

Upload statt Filter

Sobald Nutzer ein privates Bild in einigen der Kamera-Apps geladen und mit einem Filter versehen haben, wurde es zu einem privaten Server hochgeladen und dort gespeichert. Anstatt des überarbeiteten Fotos haben die Nutzer wohl nur einen Fehlermeldung erhalten mit der Bitte, ein Update der App durchzuführen. Wie viele Bilder die Betrüger auf diese Weise erbeutet haben und was sie mit diesen anfangen, ist unklar.

Einige der schädlichen Apps wurden von Millionen Nutzern heruntergeladen. Viele gefälschte Fünf-Sterne-Rezensionen könnten Personen zum Download verleitet haben. Eine Deinstallation dürfte in einigen Fällen schwierig ausfallen: Nach der Installation sollen die Programme vereinzelt ihre Icons versteckt haben, damit ihr sie nicht so einfach vom System löschen könnt.

Bevor ihr eine App aus dem Google Play Store installiert, solltet ihr einen Blick auf die Rezensionen werfen. Genauer gesagt auf die Ein-Stern-Wertungen. Geht die Meinung hier zu weit mit der von Fünf-Sterne-Rezensenten auseinander, könnte es sich um ein Programm von Betrügern handeln. Einige Entwickler schädlicher Apps schaffen es nämlich auch weiterhin, das Sicherheitssystem Google Play Protect zu umgehen.


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