Accelerated Mobile Pages: Google will Surfen auf Smartphones beschleunigen

Google will dafür sorgen, dass die Anzeige von Webseiten und Werbung schneller vonstatten geht
Google will dafür sorgen, dass die Anzeige von Webseiten und Werbung schneller vonstatten geht(© 2015 CC: Flickr/Dudley Carr)

Google hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, die langfristig dafür sorgen soll, dass Webinhalte schneller auf mobilen Geräten angezeigt werden können. Das Accelerated Mobile Pages Project verfolgt dabei aber einen anderen Ansatz als beispielsweise Apple News: Die Inhalte sollen weiterhin über die Plattformen der Publisher verteilt werden und nicht über eine zentrale Anlaufstelle, wie sie Apple anbietet.

Zum Start des neuen Open Source Projektes hat Google bereits einige technische Spezifikationen via Github veröffentlicht, die Herausgebern helfen sollen, ihr Angebot so anzupassen, dass es schnell und möglichst ohne Verzögerung auf jedem mobilen Gerät angezeigt werden kann. Da neben reinen Texten auch Bilder, Videos, interaktive Elemente und Werbeanzeigen jeglicher Art zu den Inhalten gehören, hat Google das technische Fundament gemeinsam mit einigen Partnern ausgearbeitet. Zu diesen zählen unter anderem Adobe Analytics, Linkedin, Pinterest, Wordpress und Twitter.

AMP-Seiten sollen nicht direkt bevorzugt werden

Publisher, die ihre Seiten nach den Vorgaben des Accelerated Mobile Project optimieren, sollen davon profitieren, indem die Seiten schneller laden. Eine Webseite, die einen Artikel nur quälend langsam öffnet, verliert während dieses Vorgangs viele Leser – und dies ist schließlich auch der Grund, weswegen Google bei der Anzeige von Suchergebnissen Seiten bevorzugt behandelt, die problemlos und flott geöffnet werden können. Eine spezielle Bevorzugung von Webseiten, die Vorgaben des AMP-Projektes befolgen, soll es laut dem Suchmaschinenriesen hingegen nicht geben.

Google und seine technischen Partner haben bislang lediglich die Grundausrüstung für die Optimierungen nach dem AMP-Standard veröffentlicht. Als gerade erst gestartetes Open Source Projekt soll es natürlich noch weiter entwickelt werden – und außerdem müssen die technischen Vorschläge erst umgesetzt werden. Auch wenn sich mit Zeit Online, Huffington Post, New York Times und 27 weiteren Publishern bereits viele Partner gefunden haben, die Googles Ansatz zur Beschleunigung der Surf-Geschwindigkeit nutzen wollen, dürfte es noch eine Weile dauern, bis wir davon etwas merken werden. Wer eine vollends optimierte Seite gern einmal ausprobieren möchte, der kann mit seinem Smartphone oder Tablet bereits diese AMP-Demo testen.


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