Heartbleed: Nutzte die NSA die Sicherheitslücke aus?

Seit wann wusste die NSA von der Sicherheitslücke?
Seit wann wusste die NSA von der Sicherheitslücke?(© 2014 Heartbleed)

Heartbleed  - die vielleicht größte Sicherheitslücke in Zeiten des Internets wurde erst vergangene Woche publik. Doch der amerikanische Auslandsgeheimdienst NSA soll schon mehr als zwei Jahre davon gewusst und profitiert haben. Die Behörde weist den Vorwurf bei Twitter zurück.

Diese Nachricht gießt neues Öl ins Feuer um die Spionagetätigkeiten der NSA. Wie Bloomberg unter Berufung auf zwei nicht näher genannte Quellen berichtet, wusste die Sicherheitsbehörde schon lange vor der Publikmachung vom OpenSSL-Bug Heartbleed. Mindestens zwei Jahre sei dem Geheimdienst die Sicherheitslücke bekannt gewesen. Man habe die Schwachstelle im Umgang mit sensiblen Daten systematisch ausgenutzt, um an kritische Informationen heranzukommen, heißt es in dem Bericht.

Die US-Regierung dementiert per Twitter

Die Schwachstelle im OpenSSL-Protokoll sorgt dafür, dass Verschlüsselungen ausgehebelt werden können. Vermeintlich geschützte Informationen wie Passwörter können so von Dritten abgegriffen werden, ohne dass Spuren auf dem Server hinterlassen werden. Hat die NSA also tatsächlich vom Heartbleed-Bug profitiert und sensible Daten wie Passwörter ausspioniert, ist das nicht mehr nachweisbar.

"Berichte, dass die NSA oder andere Organe der Regierung von der sogenannten Heartbleed-Sicherheitslücke vor April 2014 wussten, sind falsch", schreibt die US-Regierung in einer offiziellen Stellungnahme. Man habe nicht vor der Öffentlichkeit von der Schwachstelle erfahren, ist auch dem offiziellen Twitter-Account der NSA zu entnehmen.

Gängige Geheimdienstpraxis?

Allerdings wäre es keine ungewöhnliche Praxis, hätte sich der Geheimdienst den Fehler im OpenSSL-Protokoll tatsächlich zunutze gemacht. Laut Spiegel Online sammeln Geheimdienste weltweit Fehler in Software und Hardware, um Zugang zu Informationen zu bekommen.

Welche Passwörter Ihr jetzt am besten ändern solltet, damit Eure sensiblen Daten nicht in falsche Hände gelangen, lest Ihr hier.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 7s: Neues Design beein­flusst Dicke von Gehäuse und Kame­ra­bu­ckel
Guido Karsten
Bilder von Gussformen verdeutlichten bereits den Größenunterschied zwischen iPhone 7s und iPhone 8
Das iPhone 7s könnte höher, breiter und dicker werden als sein Vorgänger. Dafür soll die Kamera besser in das Gehäuse integriert sein.
Zur Zukunft von WhatsApp: vom SMS-Killer zur einen App für alles
Jan Johannsen
WhatsApp macht sich mit vielen Updates fit für die Zukunft.
Der einstige SMS-Killer WhatsApp muss zu einer Plattform werden, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Das Vorbild, wie so oft: China.
Qual­comm verbes­sert Tiefen­wahr­neh­mung für AR und Sicher­heits­fea­tu­res
Christoph Lübben
Qualcomms Drache beherrscht künftig auch eine präzise Tiefenwahrnehmung
Die nächste Chipsatz-Generation von Qualcomm soll AR-Fähigkeiten von Smartphones und Tablets verbessern. Sicherheitsfeatures werden auch optimiert.