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Huawei mit Android-Lizenz: Ist das Ende des Handelsstreits in Sicht?

Huawei Mate 30 pro
US-Präsident Trump hat einen Plan – der womöglich besonders Fans des Huawei Mate 30 Pro (Bild) freuen könnte (© 2019 CURVED )
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02.01.20 von

Christoph Lübben

Seit mehr als einem halben Jahr ist Huawei bereits eines der großen Opfer des Handelsstreits zwischen den USA und China. Der große Smartphone-Hersteller darf aktuell nicht mit US-Unternehmen handeln – und dadurch fehlt unter anderem die Android-Lizenz, um neue Handys mit den Google-Diensten auszustatten. Diese eher problematische Situation könnte sich aber wohl bald bessern. Die beiden Länder einigen sich womöglich schon in absehbarer Zeit.

Auf Twitter hat US-Präsident Donald Trump Ende 2019 bekannt gegeben, wie es im Handelsstreit zwischen USA und China weitergehen wird. Demnach startet "Phase 1" schon bald: Am 15. Januar 2020 sollen Repräsentanten Chinas ins weiße Haus kommen – und Trump will an diesem Tag einen ersten Handels-Deal unterzeichnen.

"Zu einem späteren Zeitpunkt" soll dann "Phase 2" folgen, für die der Präsident selbst nach Beijing in China reist. Zwar gibt es keine Details über die Einigungen, die beide Länder erzielen wollen, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass auch Huawei ein großes Thema der ersten oder zweiten Phase sein wird.

Einigung im Interesse beider Länder

Huawei ist eines der Unternehmen, das im Fokus des Handelsstreits steht. Immerhin sorgt das Embargo für große Einschränkungen bei dem Hersteller. Das Handelsverbot mit amerikanischen Firmen dürfte dabei nicht nur dem Smartphone-Hersteller selbst schaden, sondern auch zahlreichen US-Unternehmen. Deshalb dürfte es auf der einen Seite im Interesse beider Länder sein, dass hier schnell eine Einigung erzielt wird.

Auf der anderen Seite dürfte Huawei auch eines der großen Druckmittel von Trump sein – gut möglich also, dass der Smartphone-Hersteller erst in "Phase 2" zum Thema wird. Das Handels-Embargo wurde zwar bereits gelockert und einige US-Unternehmen dürfen wieder mit China handeln. Android-Lizenzinhaber Google gehört allerdings noch nicht dazu.

Rekord trotz Krise

So lange Huawei auf der schwarzen Liste der USA steht, können etwa neue Smartphones wie das Huawei Mate 30 Pro nicht mit den Google-Diensten in den Handel gelangen. Auch in Deutschland ist das Handy derzeit nur ohne YouTube, Google Maps, Play Store und weitere bekannte Programme erhältlich – nachträglich installieren lassen sich die Dienste dabei nicht.

Überraschenderweise hat der Handelsstreit sich aber nicht allzu negativ auf die Umsätze von Huawei ausgewirkt. Im Gegenteil: Das Unternehmen hat 2019 sogar zwei Rekorde aufgestellt. Offen bleibt allerdings, wie der Jahresumsatz ohne Handelsstreit ausgesehen hätte.

Kommt ein schwieriges 2020?

Vermutlich ist sich jedoch auch Huawei bewusst, dass sie ein schwieriges Jahr 2020 vor sich haben, wenn sich nichts an der aktuellen Situation ändert. Momentan mag das Unternehmen noch von den Verkäufen des Huawei P30 Pro, P30 Lite und einigen neuen/alten Smartphones wie das Nova 5T profitieren.

Allerdings müssten das Huawei P40 Pro und P40 Lite nach aktuellem Stand ohne Google-Dienste erscheinen. Da beide Handys besonders in Europa ein Bestseller-Potenzial in der Ober- und Mittelklasse haben, bleibt zu hoffen, dass Huawei bis zum Release wieder eine Android-Lizenz in der Hinterhand hat. Sollte nach dem Mate 30 Pro auch das zweite Flaggschiff des Unternehmens für Europäer quasi unbrauchbar sein, dürfte sich das definitiv in den Verkaufszahlen zeigen.

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