Huawei-Gründer lobt Apple: iPhone-Features künftig auch bei Huawei?

Huawei-Handys könnten in einem Punkt Apple immer ähnlicher werden.
Huawei-Handys könnten in einem Punkt Apple immer ähnlicher werden.(© 2019 CURVED)

Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet Huawei immer noch. Ren Zhengfei, Gründer und Präsident des Huawei-Konzerns, will offenbar mit milden Worten die US-Institutionen von seinem Unternehmen überzeugen: Denn er lobt das amerikanische Unternehmen Apple in höchsten Tönen, und zwar ganz besonders beim Datenschutz.

Zwar ruderte US-Präsident Donald Trump beim Handelsembargo gegen das chinesische Unternehmen zurück, doch beim 5G-Ausbau in den Staaten kann sich Huawei wohl bisher nur wenig Hoffnung machen. Trumps Vorwurf: Huawei würde die nationale Sicherheit gefährden, da das chinesische Unternehmen die Informations- und Kommunikationstechnologie zum Spionieren ausnutzen könne.

Inmitten des Streits jetzt also die Aussagen von Ren Zhengfei, der laut CNBC im Interview mit der Financial Times klarstellt, dass sein Unternehmen niemals und zu keinem Preis Daten an die chinesische Regierung geben würde. Das würde sogar gegen die Interessen seiner Firma sein: Sobald die USA die Beweise dafür hätten, würden sie die Informationen rund um die Welt streuen. Die Leute in den 170 Ländern, in denen Huawei operiere, "würden aufhören unsere Produkte zu kaufen und unsere Firma würde kollabieren", stellt Zhengfei klar. Sein Vorbild in Sachen Datenschutz sei Apple.

Was bedeutet das für euch?

Zhengfei stellt in dem Interview auch klar, dass Daten einzig und allein den Kunden gehören. "Wir als Ausrüster zeichnen keinerlei Daten auf", sagt der CEO deutlich. Das Statement des Geschäftsführers könnt ihr einerseits als Liebeserklärung an Apple lesen, was auch heißen könnte, dass Huawei in Sachen Datenschutz ähnliche Schritte wie das US-Unternehmen gehen könnte.

Apple selbst hatte schon bei der eigenen Entwicklerkonferenz WWDC mit eigenem Login-Service, einer Wegwerf-E-Mail-Adresse und Zwei-Faktor-Authentifizierung einen klaren Fokus auf Datenschutz und -sicherheit gelegt. Auch der Login via Face ID oder Touch ID soll für mehr Sicherheit sorgen.

Welche Schritte Huawei in Zukunft gehen wird und ob sie ähnliche Funktionen anbieten, bleibt abzuwarten. Sicher lässt sich die Aussage des Firmenchefs auch als Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Donald Trump lesen: Als würde Zhengfei sagen wollen, dass die US-Bürger sich keine Sorgen machen sollen, sie nehmen es mit dem Datenschutz genauso ernst wie US-Firmen – in dem Fall Apple.


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