iOS 9: Schlankere Apps für iPhones und iPads mit 8 und 16 GB

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Unter iOS 9 sollen Anwendungen deutlich weniger Platz auf dem iPhone-Speicher belegen
Unter iOS 9 sollen Anwendungen deutlich weniger Platz auf dem iPhone-Speicher belegen(© 2015 CURVED)

Gute Nachrichten für Besitzer von iOS-Geräten mit kleinem Speicher: Sowohl das Betriebssystem iOS 9 als auch die Anwendungen sollen in Zukunft deutlich weniger Speicherplatz auf iPhones und iPads einnehmen.

Mit iOS 8 beklagten bereits viele Nutzer Probleme – tatsächlich sogar in einer Klage gegen Apple –, da das Betriebssystem recht viel Speicherplatz für sich beansprucht. Zudem benötigte OTA-Update über seine eigenen Größe hinaus noch mehrere Gigabyte freien Speicher. Und dann kam das iPhone 6 Plus, dessen Display mit der Diagonale von 5,5 Zoll die Anwendungen dank Full-HD-Display noch größer machte als zuvor. iOS 9 soll nun Abhilfe schaffen: Das OTA-Update wird Apple zufolge nur 1,3 GB Speicherplatz in Anspruch nehmen.

Neue "App-Thinning"-Technologie

Für Apps unter iOS 9 sollen Entwickler drei unterschiedliche Methoden nutzen, um ihre Anwendungen kleiner zu machen, berichtet Ars Technica. Die wichtigste dieser Methoden wird "App Slicing" genannt – und beschneidet den Code der Software so, dass sie genau zu dem Gerät passt, auf dem sie laufen soll.

So wird beispielsweise der Code um die Metal API gekürzt, wenn Ihr die App auf ein iPhone 5c mit 32-Bit-CPU herunterladet. Dadurch hätten die Entwickler aber nicht wesentlich mehr Arbeit als zuvor – der Zuschnitt erfolgt im App Store, je nachdem, für welches Gerät der Download angefordert wird.

Nur benötigte App-Teilstücke werden geladen

Die zweite Methode wird "On-Demand Ressources" (ODRs) genannt und sorgt dafür, dass nur jene Teile der App geladen werden, die Ihr gerade benötigt. So wird beispielsweise beim Start eines Spiels nicht erneut das Tutorial geladen, wenn Ihr dieses bereits erfolgreich absolviert habt. Gleiches gilt für mögliche In-App-Käufe, die erst dann geladen werden, wenn Ihr sie tatsächlich anfordert.

Die dritte Methode für das "App-Thinning" nennt Apple "Bitcode". Damit können Entwickler eine repräsentative Zwischenstufe ihrer Apps in den App Store stellen – die endgültige Zusammenstellung des Codes übernimmt dann der Store für die individuellen Anforderungen der Geräte. Bislang können Entwickler den Bitcode optional verwenden, außer für die Apple Watch; in Zukunft wird er wahrscheinlich eine Grundlage für neue iOS-Apps sein.


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