iOS unknackbar: US-Ermittler sammeln gesperrte iPhones und iPads

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Mit dem iPhone 6 kam iOS 8 – und das Problem für die Ermittlungsbehörden
Mit dem iPhone 6 kam iOS 8 – und das Problem für die Ermittlungsbehörden(© 2014 CURVED)

iOS erweist sich nach wie vor als Hürde für Ermittler: In New York gibt es das "Cybercrime Lab" in dem die Behörden der Stadt digitale Verbrechen verfolgen. Apple stellt die Behörden vor eine große Herausforderung – im Keller des Gebäudes sollen Hunderte iPhones und iPads lagern, die nicht geknackt werden können.

Über 400 Apple-Geräte sollen sich derzeit in der Sammlung des Cybercrime Lab befinden, zu denen die Ermittler keinen Zugang finden, berichtet Fortune. Genau genommen sollen es derzeit 423 iPhones und iPads sein – alleine 166 Einheiten des iPhone 6 liegen hier offenbar auf Halde. Das iPhone 6 Plus macht mit 66 Geräten die nächstgrößere Gruppe aus, dann kommt das iPhone 6s mit 63 Einheiten und das iPhone 5s mit 51. Dazu gesellen sich zudem 30 nicht näher benannte iPad-Modelle. Der Staatsanwalt Cyrus Vince kann das Problem genau benennen: Ihm zufolge begann die unknackbare Verschlüsselung mit dem Release von iOS 8.

FBI will es geschafft haben

Im Jahr 2014 brachte Apple iOS 8 heraus – und außer auf das parallel veröffentlichte iPhone 6 und das 6 Plus kam das Betriebssystem auch auf ältere Geräte. Mit dieser Version des OS führte Apple erstmalig eine sichere Verschlüsselung ein, die auch von dem Unternehmen selbst nicht geknackt werden kann. Ist das Gerät gesperrt, sind die darauf gespeicherten Daten für niemanden zugänglich, der den Entsperrcode nicht kennt. Was für Freunde von Privatsphäre ein Segen ist, erweist sich für Ermittler wie Cyrus Vance als Fluch. Seiner Meinung nach sollte Apple nicht das Recht haben, iOS so zu verschlüsseln, dass niemand an die Daten auf einem Gerät gelangen kann.

Es ist noch nicht lange her, dass der Fall eines mutmaßlichen Terroristen für Aufsehen sorgte: Apple und das FBI stritten sich vor Gericht darum, ob der Zugang zu einem iPhone 5c gewährt werden müsse, das dem Täter gehört hat. Dem FBI soll schließlich der Zugang gelungen sein, möglicherweise mithilfe eines externen Unternehmens. Doch Vance zufolge haben viele Ermittlungsbehörden nicht die finanziellen Möglichkeiten, um auf diese Weise an potenzielle Beweise zu gelangen. Bis es in diesem Bereich ein Grundsatzurteil zugunsten der Ermittler gibt, werden die iOS-Geräte wohl weiterhin im Keller des Cybercrime Lab verstauben.


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