Keine Chance gegen Spotify und Co.: Tidal steht vor dem Aus

Für Tidal könnte bald Schluss sein
Für Tidal könnte bald Schluss sein(© 2015 Tidal)

Der Markt für Musik-Streaming ist hart umkämpft. Neben Marktführer Spotify kämpfen auch Apple, Google und Amazon um Abonnenten. Für Tidal könnte dagegen bald Schluss sein. Der Streaming-Dienst, zu dessen Teilhabern Jay-Z und andere Musik-Stars gehören, steht offenbar vor dem Aus.

Die finanziellen Mittel von Tidal reichen angeblich nur noch, um die nächsten sechs Monate zu überbrücken, berichtet The Verge unter Berufung auf die norwegische Tageszeitung Dagens Næringsliv. Im Jahr 2016 soll der Streaming-Dienst in etwa 44 Millionen US-Dollar Verlust gemacht haben.

Spotify hatte deutlich höhere Verluste

Ein Sprecher von Tidal stellte die Situation des Unternehmens gegenüber The Verge allerdings deutlich positiver dar. Die Berichterstattung über den Streaming-Dienst sei von Beginn an negativ gewesen. Dabei habe man jedes Jahr Wachstum verzeichnen können. Vergleicht man die Verluste, die Spotify im selben Jahr hinnehmen musste, relativieren sich die kolportierten 44 Millionen US-Dollar. Der Marktführer steckte 2016 mit 556 Millionen US-Dollar in den roten Zahlen.

Tidal habe außerdem angekündigt, bereits Mitte 2018 profitabel zu werden. Anfang 2017 sicherte sich der amerikanische Mobilfunkbetreiber Sprint 33 Prozent der Anteile an Tidal. Die durch den Verkauf der Anteile generierten Einnahmen sollten die laufenden Geschäfte für 12 bis 18 Monate sicherstellen, ließ Jay-Zs Geschäftspartner Juan Perez damals verlauten.

Seit dem Sprint-Einstieg habe Tidal keine öffentlichen Zahlen zu den Abonnenten mehr veröffentlicht. 2016 sprach der Streaming-Dienst von 3 Millionen Abonnenten, Dagens Næringsliv soll aber herausgefunden haben, dass es zu dem Zeitpunkt tatsächlich nur etwa eine Million Nutzer mit Tidal-Abo gab. Zum Vergleich: Spotify hat derzeit über 60 Millionen Abonnenten, Apple Music immerhin halb so viele.


Weitere Artikel zum Thema
DSLR statt Nova 3: Huawei schum­melt in Werbe­spot
Francis Lido1
Huawei-Nova-3
Ein Werbespot zum Huawei Nova 3 führt die Kunden offenbar hinters Licht: Die darin gezeigten Selfies stammen wohl von einer Spiegelreflexkamera.
Die PlaySta­tion 5 könnte bereits 2019 erschei­nen
Guido Karsten
Ob die PlayStation 5 vielleicht dem CURVED/labs-Konzept einer PlayStation Switch ähneln wird?
Ein Wirtschaftsexperte erwartet die PlayStation 5 bereits für Ende 2019. Engpässe in der Herstellung von Komponenten könnten den Start aber verzögern.
Wie Amazon Prime Video: Netflix testet Werbe­clips zwischen Serien-Episo­den
Francis Lido
Netflix testet ständig neue Features
Netflix denkt über ein neues Feature nach: Zwischen einzelnen Serienfolgen könntet ihr zukünftig Programmhinweise erhalten.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.