Keine Papierrechnungen mehr: Amazon tritt Shitstorm los

Nicht meins15
Viele Kunden glauben nicht, dass Amazon wirklich die Umwelt schützen möchte
Viele Kunden glauben nicht, dass Amazon wirklich die Umwelt schützen möchte(© 2014 CURVED)

Dient der Umweltschutz nur als vorgeschobener Grund? Amazon hat seinen Kunden über das Facebook mitgeteilt, dass man beim Versand der Waren künftig keine Papier-Rechnung mehr beilegen werde. Bei vielen Kunden stößt dieses Vorgehen auf Unverständnis.

Wer eine Rechnung auf Papier haben will, muss sich diese künftig selbst ausdrucken. Viele Nutzer des Online-Versandhauses vermuten, dass Amazon mit diesem Schritt lediglich Kosten sparen will – und diese im Zweifel auf die Kunden umlegt. Die Kommentare bei Facebook sprechen zumindest eine deutliche Sprache: Demnach wünschen sich viele Menschen, dass Amazon eher auf die beigelegte Werbung verzichten sollte als auf die Rechnungen. Oder man vielleicht die Größe der Pakete reduziere, da in die Pappschachteln meist mehr hineinpassen würde, als man eigentlich bestellt hat.

Auch ist vielen Kunden ein Dorn im Auge, dass Amazon Bestellungen häufig getrennt verschickt, anstatt alle bestellten waren in einem Paket zusammenzufügen – ein Grund hierfür können natürlich die unterschiedlichen Versandzentren des Online-Händlers sein. Manchen Kommentaren zufolge sei der Umwelt durch das Zusammenfassen der Lieferungen aber besser gedient als durch den Verzicht auf die Rechnungen.

Recht auf Seite der Nutzer

Amazon ist außerdem laut Gesetz dazu verpflichtet, einem versendeten Paket eine ausgedruckte Rechnung beizulegen, wie Golem schreibt. Der Verzicht auf eine ausgedruckte Rechnung und das Verlagern auf Rechnungen als Dateianhang darf nur mit Einwilligung des Kunden geschehen, so regelt es zumindest das Umsatzsteuergesetz. Eine Möglichkeit wäre, dass Amazon jeden Kunden fragt, ob dieser eine ausgedruckte Rechnung wünscht. Denn viele Menschen könnten wahrscheinlich tatsächlich problemlos auf diese verzichten.


Weitere Artikel zum Thema
"One World: Together at Home": Apple, Amazon und Co. stre­a­men Live-Konzert
Claudia Krüger
"One World: Together at Home": Apple plant mit Amazon, YouTube und Co. virtuelles Live-Konzert
Spektakuläres Konzert am 18. April: Global Citizen und die WHO präsentieren Popgrößen aus aller Welt im Live-Stream.
Amazon greift wohl Google Stadia an – inklu­sive Killer-Feature?
Guido Karsten
Mit dem Fire TV Controller hat Amazon sogar schon vor langer Zeit eigenes Gaming-Equipment eingeführt
Amazon entwickelt neben eigenen Blockbuster-Videospielen wohl auch an einem Google-Stadia-Konkurrenten – und ein Killer-Feature soll es auch geben.
Irres Gadget: Bald könnt ihr mit Alexa duschen
Christoph Lübben
Smart Home für die besonderen Momente: Hier seht ihr einen Duschkopf mit Alexa-Lautsprecher
Hersteller Kohler hat einen ganz besonderen Duschkopf vorgestellt. Bald müsst ihr auch beim Haare waschen nicht auf Amazon Alexa verzichten.