KI mit Kinderkrankheiten: Google Home wirbt für "Die Schöne und das Biest"

Vielleicht doch nicht so "intelligent"? KI-Assistent von Google verärgert Nutzer mit Werbung.
Vielleicht doch nicht so "intelligent"? KI-Assistent von Google verärgert Nutzer mit Werbung.(© 2016 CURVED)

Künstliche Intelligenz im Alltag ist für viele noch kein Thema. Dass Google Home nun ungefragt Werbung ausspielt, dürfte nicht gerade Vertrauen schaffen.

In den USA ist Google Home die konkurrierende Plattform zu Amazons Alexa, wenn es um KI-basierte Assistenten für den Privathaushalt geht. Der softwarebasierte Assistent erleichtert die Anwendung von Smart-Home-Produkten, indem er als deren Schaltzentrale genutzt werden kann.

Google Home wirbt ungefragt für "Die Schöne und das Biest"

Darüber hinaus informiert der Google Assistant über die Ereignisse des Tages, wenn er darauf angesprochen wird. Soweit, so unverfänglich. Allerdings ist Nutzern von Google Home in den USA jetzt eine Ansage der Künstlichen Intelligenz sauer aufgestoßen. Wie Spiegel Online berichtet, hat der Sprachassistent, ohne dass er explizit danach gefragt wurde, über den Kinostart von „Die Schöne und das Biest“ in werbenden Ton berichtet und angeboten, weitere Informationen zum Film zu liefern. Als Befehl würde ein einfaches "Belle" – so heißt die "Schöne" in dem Film – genügen.

Google dementiert zwar, dass es sich dabei um bezahlte Werbung gehandelt habe, räumte gegenüber Spiegel Online aber ein, dass die Einbindung des Hinweises auf den Filmstart in die Ereignisse des Tages besser hätte laufen können. Die Verweis auf den Filmstart in die "Mein Tag"-Funktion sei vielmehr als Experiment zu verstehen, inwieweit man "Nutzern einzigartige Inhalte" präsentieren könne.

Die Kinderkrankheiten der Künstlichen Intelligenz

Dass die Technologie der Künstlichen Intelligenz noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, belegen weitere Beispiele aus jüngerer Vergangenheit. Die sechsjährige Brooke hatte die KI Alexa gebeten, ihr bei Amazon ein Puppenhaus zu bestellen. Als ein Moderator des Lokalsenders CW6 in San Diego, Kalifornien, die Worte des im exakten Wortlaut im Fernsehen wiederholte,  kam es zu Massenbestellungen von Puppenhäusern bei Menschen, die den Amazon-Lautsprecher unweit ihres Fernsehers stehen hatten.

Eher alberner Natur ist der Vorfall, den – wieder in den USA – eine Nutzerin von Amazon Echo in sozialen Netzwerken teilte. Sie fragte Alexa zunächst, ob diese stets die Wahrheit sagen würde. Anschließend wollte sie von der Cloud-Intelligenz wissen, ob Alexa mit der CIA verbunden sei. Alexas Reaktion: Schweigen.


Weitere Artikel zum Thema
Google Assi­stant deak­ti­vie­ren: So vermei­det ihr unge­wollte Aktio­nen
Francis Lido
Der Google Assistant lässt sich auch deaktivieren
Ihr wollt den Google Assistant deaktivieren? Wir verraten euch, wie's geht. Außerdem erfahrt ihr, wie ihr die "Ok Google"-Erkennung ausstellt.
Google Maps: Dank großem Update dreht ihr euch künf­tig nicht mehr im Kreis
Lars Wertgen
Das Update für Google Maps gibt es für iOS und Android
Google Maps ist um ein tolles Feature reicher: Die AR-Navigation "Live View" ist verfügbar. Sie führt euch elegant durch jede Gasse.
Android Q Beta 6: Die finale Version ist jetzt verfüg­bar
Andreas Marx
Android Q: Bald soll die finale Version kommen
Mit der sechsten Beta Version von Android Q steht nun die letzte Version vor dem finalen Rollout. Welche Neuerungen euch erwarten, erfahrt ihr hier.