Komödie "The Interview": Vom Kino-Aus zum Online-Hit

Die US-Komödie “The Interview” ist zwar nicht in allen Kinos, aber doch in aller Munde: Nach Sonys Verzicht auf einen Kinostart des politisch heiklen Klamauk-Streifens mausert sich dieser nach seiner Online-Veröffentlichung flugs zum weihnachtlichen Streaming- und Download-Hit.

Eigentlich sollte “The Interview” am 25. Dezember groß in den US-Kinos anlaufen. Daraus wurde zwar nichts – der Film lief aber trotzdem noch am ursprünglich geplanten Starttag an, wenn auch nur in einigen unabhängigen Kinos und auf diversen Streaming-Plattformen: Google Play, Xbox Movies, YouTube und der eigens eingerichteten Webseite SeeTheInterview.com. Auf diesen Kanälen erweist sich der Comedy-Streifen mit Seth Rogen und James Franco in den Hauptrollen aber als waschechter Hit: Bei YouTube beispielsweise steht “The Interview” in der Liste der aktuell populärsten Clips ganz vorn.

Außerhalb der USA lässt sich der Film momentan allerdings nur über Umwege abrufen – Variety zufolge kratzte “The Interview” auf Filesharing-Börsen keine 24 Stunden nach seinem Online-Debüt bereits an der Millionen-Download-Marke. Auch die etwa 300 unabhängigen US-Kinos, die sich trauten, den Film zu zeigen, können ihn als Erfolg verbuchen: Laut Variety soll “The Interview” am Weihnachtsabend rund eine Million US-Dollar eingespielt haben. Das ist zwar nur rund ein Fünfzehntel dessen, was Topverdiener “Unbroken” im selben Zeitraum einspielte, aber der läuft schließlich auch in sämtlichen großen Lichtspielhäusern.

“The Interview”: Kino-Rückzug wegen Terror-Drohung

Im Vorfeld der doch-noch-Veröffentlichung gab es große Kontroversen um “The Interview”. So soll etwa der große Hacker-Angriff auf Sony in Zusammenhang mit dem strittigen Streifen stehen. Denn neben Geld wurde Sony auch mit der Forderung erpresst, ”The Interview” nicht zu veröffentlichen. Der Klamauk-Streifen, der von einem als Interview getarnten Attentat auf den amtierenden Nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un handelt, provozierte zudem eine Terror-Drohung. Um den angekündigten Anschlägen auf Kinos zu entgehen, wurde der ursprünglich geplante Kinostart, eine Premiere in New York sowie sämtliche Promotion-Termine der Hauptdarsteller abgesagt. Zwischen den USA und Nordkorea wurde die Komödie zu einem handfesten Streitpunkt – und brachte Sony Rüffel vom US-Präsidenten ein.


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