Kurz vor dem IFA-Event: Huaweis Pläne mit der künstlichen Intelligenz

Das Huawei P10 Plus nutzt bereits künstliche Intelligenz.
Das Huawei P10 Plus nutzt bereits künstliche Intelligenz.(© 2017 CURVED)

Ist künstliche Intelligenz auf dem Smartphone mit einem Assistenten wie dem Google Assistent oder Bixby gleichzusetzen? Bei Huawei sieht man das anders. Ein Manager erklärt die Pläne des Unternehmens.

Am 2. September lädt Huawei auf der IFA 2017 zur Keynote mit CEO Richard Yu ein. Ein Smartphone wird es da wohl nicht zu sehen geben. Das P10 hat man schließlich auf dem Mobile World Congress vorgestellt, das nova 2 Mitte August 2017. Und die Präsentation des Mate 10 findet erst im Oktober 2017 statt. Im Vordergrund dürfte also ein anderes Thema stehen: künstliche Intelligenz (KI). Darauf lassen bereits diverse Tweets schließen, die das Unternehmen vorab mit dem Hashtag #HuaweiMobileAI versehen hat.

Außerdem hat sich mittlerweile auch William Tian, Country Manager Germany und Vice President Sales Western Europe bei Huawei, mit einem Statement zu Wort gemeldet. Denn wenn von der künstlichen Intelligenz auf dem Smartphone die Rede ist, geht es meistens um die smarten Assistenten, die dem Nutzer im Alltag helfen sollen. Über den Google Assistant könnt Ihr zum Beispiel Timer stellen oder Restaurants in der Nähe zu finden, über Amazon Alexa (auf dem HTC U11) könnt Ihr Eure Smart-Home-Geräte steuern und Bixby lässt Euch auf dem Galaxy S8 zum Beispiel Screenshots per Sprache aufnehmen.

"Mehr als nur ein Sprachassistent"

Bei Huawei sieht man das ein wenig anders: "Künstliche Intelligenz ist für uns mehr als nur ein Sprachassistent", sagt Tian in dem Statement. Bei Huawei versuche man, KI in verschiedene Anwendungen zu integrieren. Das merkt man schon jetzt. So merkt sich die Software auf den aktuellen Top-Smartphones der Mate- und P-Serie schon jetzt, zu welcher Uhrzeit Ihr welche App nutzt und sorgt dafür, dass sie schneller laden.

Auch bei der Kamera-App, etwa beim P10, käme KI in Form eines Bildalgorithmus zum Einsatz, der "die Position jedes Gesichtszuges und den jeweiligen Hauttypen erkennt", so Tian. Tatsächlich hat unser Test des Smartphones aber ergeben, dass die Kamera im manuellen Modus eine sehr gute Figur macht, bei der Automatik aber nur sehr selten die Farben stimmen. Als Folge wirkt das Bild zu rotstichig, Hautfarbe wechselte ins Orange.

Spezieller KI-Prozessor fürs Mate 10

An dieser Stelle müsste Huawei als noch einmal nachlegen. Vielleicht setzt man auf der IFA direkt hier an und präsentiert entsprechend verbesserte Softwarelösungen. Um die KI auf seinen Smartphones zu verbessern, soll das Unternehmen laut Android Authority außerdem an einem Chip, der die Funktionen von Prozessor, Grafikeinheit und künstlicher Intelligenz kombiniert, arbeiten. Dieser soll erstmals im Huawei Mate 10 zum Einsatz kommen.

Dass die Chinesen darüber hinaus einen eigenen Assistenten präsentieren, scheint unwahrscheinlich. Schließlich hatte man das Mate 9 zumindest in den USA nachträglich mit Amazon Alexa ausgestattet. Außerdem sagt Tian: "Für uns ist AI ein
Gesamtkonzept, das oftmals eher im Hintergrund arbeitet und Anwendern hilft, ohne, dass
diese es überhaupt merken – und genau das werden wir mit der neuen Mate-Serie zeigen." Nach der IFA wissen wir mehr.

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